Full text: Fortschritt und Armut

Kap. V. 
Die zentrale Wahrheit. 
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Gegenstände redet, wird einsehen, daß es ein Untergrund- und kein 
gewöhnliches Pflügen ist, das die materialistischen Ideen jetzt voll 
bringen) ging ein solcher Zustand des Denkens der sranzösischen Revolu 
tion voraus. Aber die ähnlichste Parallele für den jetzt vor sich gehenden 
Schiffbruch der religiösen Ideen findet sich in jener Periode, in der die 
alte Zivilisation vom Glanz zum Verfall überging, welcher Umschwung 
kommen mag, kann kein Sterblicher sagen, aber daß ein großer Umschwung 
kommen muß, fangen denkende Menschen an zu fühlen. Die zivilisierte 
Welt zittert am Rande einer großen Bewegung. Entweder muß es ein 
Sprung auswärts sein, der den weg zu ungeahnten Fortschritten er 
öffnet, oder es muß ein Fall nach unten sein, der uns in die Barbarei 
zurückführt. 
Kapitel V. 
Die zentrale Wahrheit. 
In dem kurzen Raum, auf welchen dieser letztere Teil unserer 
Untersuchung notwendig beschränkt ist, war ich genötigt, vieles zu über 
gehen, was ich gerne gesagt hätte, und vieles nur kurz zu berühren, wo 
eine erschöpfende Erörterung wohl am Platze gewesen wäre. 
Nichtsdestoweniger ist wenigstens so viel klar, daß die Wahrheit, 
zu der wir in dem nationalökonomischen Teile unserer Untersuchung 
geleitet wurden, ebenso klar in dem Steigen und Fallen der Völker und 
in der Entstehung und dem Untergang der Zivilisationen hervortritt, 
und daß sie mit jener tiefgewurzelten Erkenntnis von Beziehung und 
Folge, die wir moralische Empfindung nennen, übereinstimmt. So ist 
unseren Schlüssen die größte Sicherheit und höchste Billigung verliehen. 
Diese Wahrheit enthält sowohl eine Drohung wie eine Verheißung. 
Sie zeigt, daß die aus ungerechter und ungleicher Reichtumsverteilung 
erwachsenden Übel, die mehr und mehr sichtbar werden, je mehr die 
moderne Zivilisation vorschreitet, nicht bloß beiläufige Folgen des 
Fortschrittes, sondern vielmehr Tendenzen sind, die den Fortschritt 
zum Stillstand bringen müssen, daß sie nicht von selbst heilen, sondern, 
wenn ihre Ursache nicht entfernt wird, immer größer werden müssen, 
bis sie uns in die Barbarei zurückschleudern auf dem Wege, den jede 
frühere Zivilisation gegangen ist. Aber sie zeigt auch, daß diese Übel 
nicht durch Naturgesetze auferlegt sind, sondern daß sie lediglich verkehrten, 
die natürlichen Gesetze mißachtenden sozialen Einrichtungen entspringen 
und daß, wenn wir ihre Ursache entfernen, wir dem Fortschritt einen 
ungeheuren Sporn geben werden. 
Die inmitten des Überflusses die Menschen peinigende und ver 
tierende Armut und alle die mannigfachen Übel ihres Gefolges ent-
	        
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