Full text: Wirtschaft als Leben

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,Die Herrschaft des Wortes“, 
bauen, dessen Geltung sie mittelbar oder unmittelbar, und im Sinne 
der Zustimmung oder des Widerspruches anerkennen. Das erstere 
tritt nun in der Tat ein, wie es ja früher schon betont wurde. Aber 
diesen gemeinsamen Bezug knüpft wieder nur die Aufzählung; das ist 
leicht gezeigt. Da spricht Sax zum Beispiel von den „Elementen 
aller Wirtschaft, die jedem durch das ökonomische Grundverhältnis 
beherrschten Handeln zugrunde liegen“; Stammler von den „funda 
mentalen Bedingungen sozialwissenschaftlicher Erkenntnis“; Schäffle 
dagegen von „Grundvorstellungen des nationalökonomischen Begreifens“. 
Nun reimen sich diese Aussagen, obwohl äusserlich recht verschieden, 
in der Sache vielleicht sehr gut zusammen; vielleicht auch sehr schlecht. 
Das ist eine Frage ganz für sich. Allein, um diese Frage überhaupt 
nur aufwerfen zu können, muß man notwendig von der Annahme 
ausgehen, daß Sax, Schäffle und Stammler hier über ein Näm 
liches aussagen. Gewiß, alle Drei knüpfen ihre Aussagen an das 
nämliche Wort „Grundbegriffe“; aber vor der Kritik ist das Wort allein 
ein schlechter Eideshelfer. Worin wurzelt denn nun die Sicherheit, 
mit der wir annehmen, daß hier unter dem gleichen Worte über ein 
Nämliches ausgesagt wird? Doch nur in der Wahrnehmung, daß die 
Aufzählung des so Bezeichneten, mag sie nun sogleich oder doch 
hinterher vollzogen werden, in der annähernd gleichen Weise erfolgt! 
Wie für den Teil der Bezeichnung „Grundbegriffe“ wirklich 
nichts weiter vom Herkommen getragen wird, als die Möglichkeit, 
das so Bezeichnete aufzählen zu können, das bekräftigt noch ein 
anderer Sachverhalt. Es führt nämlich nie zu einer sachlichen Be 
gründung, wenn das Aufzählen, das ja nur im Runden und Rohen 
gleich bleibt, im einzelnen Falle also immer wieder anders erfolgt. 
Der Wortlaut der Aufzählung wird in aller Regel nicht einmal aus 
den persönlichen Anschauungen gerechtfertigt, wie sie jene spärlichen 
Aussagen über Sinn und Geist der Bezeichnung „Grundbegriffe“ zum 
Ausdruck bringen. Noch weniger wird es sachlich verfochten, weshalb 
man für seinen eigenen Teil die Aufzählung anders vornimmt, als sie 
ein Anderer wieder um seiner persönlichen Anschauungen willen vor 
nimmt. Eine Reibung persönlicher Anschauungen führt aber der 
Wechsel in der Aufzählung jedenfalls mit sich. Wenn nun überhaupt 
etwas Herkömmliches, Unpersönliches vorhanden wäre, außer dem un 
gefähren Schema der Aufzählung: hier würde doch sicher aller Anreiz 
gegeben sein, auf dieses Unpersönliche zurückzugreifen, um es auch 
nach dieser Richtung hin zu verfechten, daß man für seinen Teil die 
Aufzählung anders vornimmt, als sie von Anderen bewirkt wird! Allein 
davon ist eben keine Spur vorhanden; ein weiterer Beleg dafür, daß
	        
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