Full text : Wirtschaft als Leben

Haushalten  und  Unternehmen,  I.

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Nach  diesem  Plane  gehe  ich  dann  vor.  Eines  aber  sei  laut  und
bell  betont:  Um  meinem  Vorhaben  treu  zu  bleiben,  muß  ich  rückhaltlos ­
  die  Strenge  opfern,  die  so  leicht  zu  erzielen  ist,  sobald  man
v on  Problemen,  statt  von  Worten  ausgeht.  Denn  hier
besteht  die  Gefahr  nicht,  daß  sich  das  Streben  nach  größerer  Schärfe
ln  die  Sackgasse  der  worterklärenden  Definition  verrennt.  Ein  Vorzug,
au f  den  ich  nur  kurz  verweise;  ich  kann  ihn  nicht  ausnützen.  Sonst
brächte  ich  es  in  diesem  engen  Rahmen  nicht  fertig,  das  ganze  Gebaren
vorzuführen,  von  der  Wurzel  an  gleich  bis  zu  Früchten,  zu  greifbaren
Ergebnissen.  Daher  können  auch  diese  Ergebnisse  nur  von  der
Wahrheit  der  rohesten  Skizze  sein.  Denn  schon  das  Problem  selber,
Wle  es  hier  entwickelt  wird,  ist  nur  vom  Range  einer  gültigen  Losung,
bie  auf  kecken  Durchgrifif  ausgeht.
Es  läßt  sich  in  voller  Schärfe  nur  aufrollen,  sobald  man  es  aus
seinem  Zusammenhang  mit  anderen  Problemen  herleitet,  die  ihm  vorantreten; ­
  i n  einer  lückenlosen  Kette,  bis  zum  ursprünglichsten  zurück.
as  w ären  vom  Standpunkte  der  Nationalökonomie  jene  Ersten  Probleme,
m ‘t  denen  diese  Wissenschaft  ihr  eigenes  Dasein  in  Frage  stellt,  Aufschluß ­
  begehrt  über  ihre  Möglichkeit  und  ihres  Wesens  Art.  Probleme,
von  denen  freilich  nicht  viel  die  Rede  ist,  solange  sich  die  Nationalonomie
  für  die  Kenntnis  ihrer  Eigenart  auf  ein  Schlüsselwort  verläßt;
sei  es  »Wirtschaft“,  oder  „Gut“,  oder  sonst  ein  „Begriff“,  der  dann
* n  den  Namen  eingeht,  und  von  dessen  „Bestimmung“  diese
n  e  erwartet  wird.  Aber  es  wäre  ja  traurig  um  eine  Wissenschaft
...  e  wenn  sie  dauernd  bei  ihrem  Namen  anfragen  müßte,  wie  sie
er  sich  selber  denken  solll
Jenen  tieferen  Zusammenhängen  kann  ich  bei  der  Entwicklung
nseres  Problemes  nicht  folgen.  Sonst  würde  es  besser  erhellen,  wie
J^ ne  rkenntnis  des  Alltäglichen,  die  hier  nur  zur  Not  eine  einseitige
eu  ung  finden  soll,  im  Grunde  gar  nichts  anderes  betrifft,  als  das
^ a tion  alökonomische  Denken,  das  sich  auf  sich  selber
^sonnen  hat.  Nur  kleidet  sich  diese  Selbsterkenntnis  dabei  in  eine
der  a ^ W ? rt ^ c E e  Wendung.  Ähnlich,  wie  man  im  gleichen  Geiste  von
ationalökonomie  sagen  kann,  daß  sie  die  Erfahrungswissenschaft
°m  Alltagsleben  aller  Zeiten  sei.
nur  c ^ a £wörtlich  sind  diese  Aussagen,  weil  ihr  buchstäblicher  Sinn
dT  k  ÖChst  Hotelbar  die  Sonderheit  der  Nationalökonomie  und  ihres
dazu  ^  W * ec ^ er S^t.  Denn  bloß  im  tatsächlichen  Hergang  kommt  es
Daraus  ^  S * C ^  ^' ese  Wissenschaft  gerade  dem  Alltäglichen  zukehrt,
sie  d  S  r ^ c ^ t ^ ert ‘2 en  sich  jene  Schlagworte;  auch  nur  scheinbar  spannen
en  Rahmen  dieser  Wissenschaft  viel  zu  weit.  Aber  die  Wendung
            
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