Full text : Wirtschaft als Leben

Haushalten  und  Unternehmen,  III.

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Besondere  dann  als  notwendig.  In  das  Geschehen  des  Handelns  jedoch,
lr gendein  Tun,  da  sehen  wir  eben  hinein;  oder  besser,  wir  stecken
selber  darin.  Mit  seinem  Gehalt,  den  es  aus  seinem  erlebten  Zusammenhang ­
  mit  seinesgleichen  empfängt,  ist  es  gleichsam  ein  Stück  von
unserem  Selbst.
Zunächst  stecken  wir  freilich  nur  im  eigenen  Handeln.  Aber  im
Wahrnehmen  fremden  Handelns  verlegen  wir  sofort  unser  Ich  in  die
fremde  Menschenhülle,  und  damit  stecken  wir  auch  im  fremden  Handeln.
Und  diese  Verlegung  unseres  Ichs,  die  einfach  schon  mit  der  Wahruehmung
  eins  ist,  die  haben  wir  nicht  erst  zu  lernen;  im  Gegenteil.
Bür  das  Kind  laufen  auch  die  Steine,  und  so  hört  der  „Naturmensch“
Bas  Donnern  in  unsäglicher  Angst  als  ein  Brüllen.  Wir,  die  Menschheit ­
  u n( j  der  einzelne  Mensch,  wir  müssen  es  umgekehrt  erst  lernen,
Baß  nicht  jegliches  Geschehen  gleich  aus  dem  Spiegelbilde  unseres
fchs  zu  erfassen  sei.  Vorher  nehmen  wir  eben  alles  Geschehen  als
ein  Handeln  wahr,  jedes  duldende  Erlebnis  sich  ablösender  Empfindungen; ­
  und  stets  nach  dem  Vorbilde  unseres  eigenen  Handelns,
essen  Zusammenhang  wir  ja  empfinden,  ehe  wir  ihn  denken  könnten.
So  engt  sich  die  Welt  des  Handelns,  die  für  das  harmlose  Bewußtsein ­
  das  ganze  Geschehen  umspannt,  erst  nach  und  nach  in  ihre
rechten  Grenzen  ein.  Grenzen,  die  schließlich  nur  jenes  Geschehen
umziehen,  an  dessen  „Ursprüngen“,  den  Knotenpunkten  seiner  Zusammenhänge,
  auch  für  das  geläuterte  Bewußtsein  ein  Ich  stehen
*  '  Uas  ist  überall  dort  der  Fall,  wo  wir  in  unbeirrter  Ruhe  anen
 >  daß  sich  Geschehen  in  seinen  Zusammenhängen  genau  so
0  et,  wie  das  eigene  Handeln  in  unserem  Ich.  Aus  jener  Ruhe
ucht  uns  z.  B.  der  Narr  auf,  und  scheidet  daher  mit  seinem  Getue
e °  °rt  aus  der  Welt  des  Handelns  aus;  er  handelt  als  solcher  nicht,
sesse^“"^ 6 ^  ’  °* as  na * ve  Bewußtsein  wird  er  gehandelt,  ist  „beu
  '  ^° r  a ^ em  aber  sondert  sich  jener  ungeheure  Rest  des  Ge-.
  ens  aus >  das  uns  harmloser  irre  macht  an  jenen  „Rückschlüssen“,
uns  1  m  ^ a ^ en  w * r  Bann  den  Schlüssel  verloren;  es  entseelt  sich  für
zu  '  eS  W * r< *  Uatur.  Wir  wissen  es  nicht  weiter  aus  seinem  Gehalte
verstehen,  und  suchen  es  nur  mehr  zu  begreifen.
reilich,  es  bedarf  nur  der  Zerfällung  des  Erlebten,  und  wir  versin
  S °*° rt  aucl1  für  jene  echte  Welt  des  Handelns  ein  Gegenüber
g  C . er  und  seelischer  Natur  einzutauschen,  einen  „Parallelismus  der
dune  ein ? ngenl<  ’  s °f ern  wir  nur  einmal  soweit  sind,  unsere  Empfinauch
 S  d”  C ' t  ZU  ^ atur  zu  entseelen.  Diese  gültige  Möglichkeit,  hier
w •  s  38  Zerfällte  zu  erkennen,  verwirklicht  sich  mit  aller  Naturenschaft
  vom  Menschen.  Aber  sie  entbindet  doch  nie  und
V '  G0ttl - 0 “liHe„£ el a,  Wirtschaft  als  Labea.  II
            
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