Full text : Wirtschaft als Leben

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„Die  Herrschaft  des  Wortes 1

entrückt  bleibt.  Und  das  ist  allein  die  Zahl  derMittelglieder  im
Zusammenhalt;  ob  es  nämlich  mehr  oder  weniger  Mittelglieder  sind,
über  die  hinüber  eine  gegebene  Handlung  mit  einer  gegebenen  anderen
zusammenhängt.  Es  soll  aber  der  Zusammenhang  innerhalb  einer
Gruppe  von  Handlungen,  die  sich  stetig  verjüngt,  ein  wesentlich  innigerer
sein,  als  er  in  allen  Richtungen  nach  außen  weitergeht.  Nun,  dieser
Zusammenhang  ist  nur  dann  im  wesentlichen  Sinne  ein  derber
geknüpfter,  sobald  die  Handlungen,  für  die  er  im  Inneren  steht,  alle
unter  sich  so  Zusammenhängen,  daß  nur  sie  selber,  und  keine
weiteren  Handlungen,  als  die  Mittelglieder  des  Zusammenhanges  erscheinen. ­
  Dann  rollt  auch  der  Kreis  der  Handlungen,  die  so  verbunden
sind,  in  die  Zeit  weiter.  Denn  es  kommt  diese  unvermittelt  allseitige
  Bedungenschaft  überhaupt  nur  so  zustande,  daß  ihr  immer
neue  Handlungen  anheimfallen.  Sonst  geht  ja  der  Allbedungenheit,
die  ebenso  aus  der  Zukunft  zurück,  wie  aus  der  Vergangenheit  heraus
ihr  Schiffchen  weben  läßt,  der  Atem  aus.  Im  Sinne  dieser  Bedingnis
verjüngt  sich  also  die  Gruppe  der  betroffenen  Handlungen  unaufhörlich,
bis  mit  dem  Versagen  dieser  Bedingnis  auch  die  Folge  der  so  zusammenhängenden ­
  Handlungen  abreißt.
Diese  Allbedungenheit  zwischen  Handlungen  ist  natürlich  in  verständigem ­
  Sinne  zu  nehmen.  Von  dem  weiterfließenden  Geschehen  wird
immer  nur  ein  Kern  in  so  straffem  Zusammenhalt  erlebt;  ein  Rest
von  Handeln  wird  sich  mehr  oder  minder  lose  angliedern,  von  dem
rollenden  Kreise  gleichsam  mitgeschleift.  Aber  dieser  Kern  genügt,
um  überall  dort,  wo  jene  Allbedungenheit  vorherrscht,  von  einer  in
sich  ruhenden  Einheit  des  Handelns  zu  sprechen.  Jene  Bedingnis ­
  liefert  selber  den  inneren  Grund,  aus  dem  das  Fortbestehen
dieser  Einheiten  des  Handelns  verständlich  wird.  Es  sind  uns  auch
äußere  Gründe  dafür  geboten.  Sie  liegen  mit  dem  Einklang  vor
zwischen  dem  Innenzusammenhang,  dem  Zusammenhalt  des  Flandelns,
und  den  Determinanten  des  letzteren.  Darauf  kann  ich  nicht  eingehen
und  beschwöre  nur  flüchtig  das  Gleichnis  des  Organismus  herauf.
Jene  Allbedungenheit,  die  sich  mit  dem  Geschehen  weiterschleppt,
findet  im  „Leben“  ihr  Bild;  während  ich  für  jenen  „Einklang“  schlechthin ­
  an  die  Abhängigkeit  von  Raum,  Licht,  Luft,  Nahrung  erinnere.
In  dieser  Art  grenzen  sich  aus  dem  Handeln  schon  durch  sein
Erleben  selber  Einheiten  heraus.  Unserem  Denken  sind  diese  Einheiten ­
  also  gesetzt  —  scheinbar  nur  unserem  rückschauenden
Denken:  die  Art,  wie  z.  B.  auch  in  der  Wissenschaft  gedacht  wird.
Es  erscheinen  aber  diese  Einheiten  auch  dem  Denken  gesetzt,  das  am
Erleben  selber  beteiligt  ist;  das  gilt  unter  Vorbehalten,  die  hier  keinen
            
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