Full text : Wirtschaft als Leben

Haushalten  und  Unternehmen,  VIII.

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nun  das  „Außen“  und  das  „Innen“!  Im  Rohen  ist  es  die  Scheidung
zwischen  dem  „Fachmann“  und  dem  „Laien“:  Rollen,  die  uns  vor
den  wechselnden  Gebilden  abwechselnd  zufallen.  Rechnet  man  also
die  Rücksicht  auf  die  Struktur  mit,  dann  wäre  die  Kenntnis  des
Alltages  auf  viele  Köpfe  verteilt,  in  der  verschiedensten  Weise.  Soweit
umrahmt  ja  mehr  oder  minder  jeden  ein  anderer  Alltag.  Aber  nie
dieser  „persönliche“,  stets  nur  der  Jedermanns-Alltag  ist  hier  in  Frage;
und  so  ist  auch  die  Alltagskenntnis  stets  als  die  Jedermanns-Weisheit
gemeint.  Diese  findet  hier  nun  ihre  Schranken.
Es  zeigt  sich  da  gleich,  wie  jenes  „Außen“  nur  vorübergehend
gilt;  denn  in  bezug  auf  jedes  beliebige  Gebilde  steht  es  jedem  Laien
frei,  zu  einem  Fachmann  zu  werden,  der  Bescheid  weiß,  im  „Innen“
steht.  Daneben  gilt  auch,  daß  dort,  wo  der  Laie  in  diesem  engeren
Sinne  anfängt,  der  Fachmann  des  täglichen  Lebens  noch  lange
nicht  auf  hört!  Dafür  sollen  unsere  Formeln  zeugen;  gerade  darin
droht  aber  ihre  Verkennung,  und  droht  eben  aus  jenem  Kleinmut
unseres  Denkens,  dessen  Anlässe  ich  hier  aufdecke.  Weil  wir  seiner
Struktur  nicht  gewachsen  sind,  stehen  wir  mit  offenem  Munde  vor
dem  Namen  eines  solchen  Gebildes  und  suchen  ein  Rätsel  hinter  ihm,
obwohl  uns  immer  noch  ein  Durchblick  bis  ins  Wesen  freistünde.  Aber
das  vergessen  wir,  und  der  Kleinmut  unseres  Denkens  obsiegt.  Es
hängt  Dies  vor  allem  daran,  daß  wir  im  Angesichte  eines  Namens
sofort  die  Sonderart  des  so  Benannten  erfahren  wollen;  und  da
rächt  sich  jene  Lücke  unserer  Alltagskenntnis  noch  im  engeren.
Nach  ihrer  Gliederung  sind  alle  Zuständlichen  Gebilde,  soweit
sie  für  sich  gesondert  fortbestehen,  im  Wesen  gleich.  Daraus  wird,
praktisch  genommen,  die  Ableitung  der  höheren  Formeln  erst  möglich.
Richtiger  müßte  man  sagen,  daß  sich  in  diesen  Formeln  zum  Ausdruck ­
  bringt,  weshalb  unter  den  Gegenständen  der  Schicksalswelt  auch
diese  „Kategorie“  vertreten  ist.  Soweit  die  Gliederung  den  Gliederbau
  beeinflußt  —  i m  Wege  „abgeleiteter“  Streben  —  kommen
gleichsam  auch  Familienzüge  in  die  Physiognomie  des  Gebildes.
Die  letztere  liegt  eben  stets  mit  der  Struktur  vor.  Denn  vor  allem
nach  der  Eigenart  ihres  Gliederbaues  sondern  sich  die  Zuständlichen ­
  Gebilde  voneinander  ab.  Ihre  Vielgeschiedenheit  spiegelt
sich  dann  auch  in  ihren  wechselnden  Namen;  mehr  oder  minder
glücklich,  je  nachdem  eben  der  Name  die  Eigenart  des  Gebildes  auszudrücken ­
  vermag.  Jedenfalls  beruft  sich  der  Name,  das  vor  unserem
Denken  für  das  Gebilde  akkreditierte  Wort,  zunächst  auf  die  Physiognomie, ­
  diese  auf  die  Struktur,  und  diese  auf  die  strebigen  Zusammenhänge. ­
  Je  schlechter  unser  Denken  über  die  letzteren  Bescheid
            
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