Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Indirekte  Einwirkungen.

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wie  bei  einem  Pendel,  das  durch  die  Gleichgewichtslage  hin  und  her  schwingt,
stets  eine  Tendenz  sie  zu  erreichen.
Es  bedarf  wohl  keiner  Erwähnung,  daß  unser  mechanisches  Diagramm
nur  den  Zweck  hat,  ein  Bild  der  hauptsächlichsten  variablen  Größen  zu
geben,  die  in  dem  in  unsere  Erörterung  aufgenommenen  Problem  enthalten
sind.  Es  bildet  weder  an  sich  selbst  ein  Argument,  noch  fügt  es  irgendeinen
neuen  Faktor  bei;  auch  darf  nicht  angenommen  werden,  daß  es  ausdrücklich
alle  zu  berücksichtigenden  Faktoren  umfaßt.  Doch  setzt  uns  dieses  Diagramm
in  den  Stand,  die  in  der  Bestimmung  der  Kaufkraft  des  Geldes  enthaltenen
Hauptfaktoren  zu  erfassen.  Es  ermöglicht,  die  nachstehenden  wichtigen
Variationen  und  deren  Wirkungen  zu  beobachten  und  zu  verfolgen:
Erstens,  wenn  eine  Erhöhung  der  Goldproduktion  eintritt—die,  wie  wir
einmäl  annehmen  wollen,  durch  Entdeckung  neuer  Minen  oder  durch  verbesserte ­
  Ausbeuteverfahren  in  alten  Minen  veranlaßt  würde  so  kann
diese  durch  eine  Vermehrung  in  der  Anzahl  oder  in  der  Größe  der  Zuflüsse
in  das  G b  Reservoir  dargestellt  werden.  Die  Folge  davon  wird,  wie  klar
ersichtlich,  eine  Vermehrung  des  „Zuflusses“  in  das  Barrengoldreservoir  und
von  diesem  in  das  Umlaufsmittelreservoir  sein,  und  dieser  Zufluß  wird  infolgedessen ­
  ein  allmähliches  Vollfüllen  beider  Reservoirs  sowie  eine  Abnahme  der
Kaufkraft  des  Geldes  herbeiführen.  Diesem  Prozeß  wird  schließlich  durch
eine  Zunahme  im  Verbrauch  Einhalt  geboten.  Und  wenn  die  Produktion
und  der  Konsum  emander  gleichkommen,  wird  das  Gleichgewicht  wiederhergestellt. ­
  Es  ist  klar,  daß  eine  Erschöpfung  der  Goldminen  in  genau
umgekehrter  Weise  wirksam  wird.
Wenn  zweitens  eine  Zunahme  im  Verbrauch  des  Goldes  eintreten  sollte
wie  z.  B.  durch  einen  Wechsel  in  der  Mode,  so  kann  dies  durch  eine  Vermehrung ­
  m  der  Anzahl  oder  in  der  Größe  der  Abflüsse  aus  G b  dargestellt
werden.  Das  Ergebnis  ist  dann  ein  allmähliches  Abfließen  aus  dem  Barrengoldreservoir ­
  und  infolgedessen  eine  Inhaltsverminderung  des  Umlaufsmittelreservoirs; ­
  es  tritt  nun  eine  Erhöhung  in  der  Kaufkraft  des  Goldes
ein,  der  schließlich  durch  eine  Zunahme  der  Förderung  aus  den  Minen  und
auch  durch  Abnahme  des  Konsums  Einhalt  geboten  wird.  Wenn  die  erhöhte
Produktion  und  der  verminderte  Verbrauch  einander  gleichkommen,  ist  das
Gleichgewicht  wieder  erreicht.
Wenn  die  Verbindung  zwischen  dem  Umlaufsmittel-  und  dem  Barrengoldreservoir ­
  mittelst  eines  Ventils  abgesperrt  wird,  d.  h.  wenn  die  Münzstätten
geschlossen  werden,  so  daß  das  Barrengold  nicht  in  das  gemünzte  Gold
fließen  kann  (dem  seinerseits  ein  Rückströmen  ins  Barrengold  nicht  ver
wehrt  wird),  dann  wird  die  Kaufkraft  des  Goldes  als  Geld  eine  größere  wer ­
            
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