Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Die  besten  Indexnummern  der  Kaufkraft.

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Während  aber  Leihkontrakte  im  Hinblick  auf  die  Grenznutzen  abgeschlossenwerden, ­
  sind  wir  der  Ansicht,  daß  auf  Veränderungen  im  Einkommen
zurückzuführende  Variationen  im  subjektiven  Geldwerte  in  die  Berichtigungen ­
  eines  Zahlungsmittelsystems  nicht  nur  nicht  aufgenommen  werden
können,  sondern  auch  nicht  aufgenommen  werden  dürfen;  sie  sollten  sich  auf
Veränderungen  in  der  objektiven  Kaufkraft  beschränken.  Einen  Maßstab
objektiver  Kaufkraft  zu  erlangen,  ist  auf  jeden  Fall  ein  Schritt,  der  vernünftigerweise ­
  zuerst  getan  werden  sollte,  bevor  ein  weiterer  Schritt  in  Erwägung ­
  gezogen  werden  kann.  Das  Suchen  nach  einem  Maßstabe  aufgeschobener ­
  Zahlungen,  der  automatisch  die  richtige  Verteilung  der  „Segnungen
des  Fortschrittes“  vorsieht,  scheint  ein  ebenso  aussichtsloses  Streben  zu
sein  wie  das  Suchen  nach  dem  Stein  der  Weisen.  Da  die  Nützlichkeit
statistisch  nicht  bemessen  werden  kann,  können  auch  die  Verbesserungen
in  der  Nützlichkeit,  die  zur  Wiederverteilung  der  „Segnungen  des  Fortschrittes“ ­
  nötig  sind,  nicht  bemessen  werden.  Durch  das  Fehlen  statistischer ­
  Bemessung  kann  irgendeine  ausführbare  Verbesserung  nicht  in  Frage
kommen.  Die  Aufstellung  des  „Nützlichkeitsmaßstabes“  ist  daher  undurchführbar, ­
  selbst  wenn  die  Theorie  eines  solchen  Maßstabes  haltbar  wäre.
Ähnliche  Theorien  für  eine  vollkommene  Norm  aufgeschobener  Zahlungen ­
  gehen  von  dem  Gedanken  aus,  daß  ein  Dollar  immer  mit  dem  gleichen
Quantum  von  Arbeit  erworben  werden  sollte.  Da  der  Grenznutzen  und  der
Grenzarbeitsaufwand  unter  normalen  Verhältnissen  gleich  sind,  ist  in  gewissem ­
  Sinne  der  Arbeitsmaßstab  mit  dem  Maßstabe  des  Grenznutzens  identisch. ­
  In  welchem  Sinne  die  „Arbeit“  aber  immer  definiert  werden  mag,  sie
stellt  eine  schwer  faßbare  Größe  dar,  die  als  eine  meßbare  Basis  für  Statistiken ­
  der  Kaufkraft  ganz  unbrauchbar  ist.  Anscheinend  kann  die  Arbeit  in
Ausdrücken  der  Zeit  bemessen  werden  und  auf  der  Grundlage  der  „Arbeit
eines  Tages“  ist  sie  auch  als  eine  geeignete  Einheit  zur  Bemessung  aufgeschobener ­
  Zahlungen  vorgeschlagen  worden.  Doch  selbst  die  „Arbeit  eines
Tages“  ist  keine  genügend  definierte  Einheit,  in  der  mit  ziemlicher  Genauigkeit ­
  die  Kaufkraft  des  Geldes  bemessen  werden  kann.  Die  Tagesarbeit
differiert  in  Bezug  auf  die  Zahl  der  Stunden,  die  Intensität  und  die  Unannehmlichkeit ­
  der  Arbeit  ebenso  wie  in  bezug  auf  die  Qualität  der  ausgeführten ­
  Arbeit,  gleichviel  ob  sie  körperlicher  oder  geistiger  Natur  ist.  Eine
Größe,  deren  Bemessung  so  viele  theoretische  Schwierigkeiten  bietet,  kann
niemals  als  eine  praktische  Norm  für  aufgeschobene  Zahlungen  dienen.
to  Money  and  the  Standard  of  Deferred  Payments"  ebendaselbst,  Januar  1893;  Frank  Fetter
„The  Exploitation  of  Theories  of  Value  in  the  Discussion  of  the  Standard  of  Deferred  Payments", ­
  ebenda,  Mai  1895.

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