Full text: Die Kaufkraft des Geldes

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Anhang zum X. Kapitel. 
Kurz, die Formel (1) ist sowohl ein arithmetischer als auch ein harmoni 
scher Durchschnitt von —, ~ usw., wobei im ersten Falle die Glieder des 
Po Po 
Nenners und im zweiten die des Zählers die Gewichte sind. 
Obwohl, wie wir gesehen haben, Formel (1) der Tabelle vornehmlich ein 
Verhältnis von Preisdurchschnitten darstellt, so kann sie doch als ein Durch 
schnitt von Preisverhältnissen mit willkürlicher Wägung betrachtet werden. 
Umgekehrt können wir nach Belieben jeden Durchschnitt der Verhält 
nisse als ein Verhältnis von Durchschnitten betrachten, wenn wir zur 
Messung von Waren willkürliche Einheiten annehmen. Es ist klar ersicht 
lich, daß, wenn die Maßeinheit in irgendeinem Verhältnis erhöht wird, die 
den Preis ausdrückende Zahl in umgekehrtem Verhältnis eine Erniedrigung 
erfährt. Wenn wir daher die Maßeinheit einer Ware, deren Preis zuerst 
durch 2h ausgedrückt ist, mittels Division durch p 0 ändern, so wird aus 
diesem Preise —. Auf diese Weise kann — sowohl als Preis als auch als Preis- 
Po Po 
rß (ß 
Verhältnis angesehen werden. Folglich kann ein Durchschnitt von —, ,, 
Po Po 
1 usw., als Durchschnitt von Preisen betrachtet werden. Als neue Einheit 
fo 
einer Ware gilt dann, an Stelle eines Pfundes, Yards usw. die Warenquantität, 
welche ein Dollar im Ausgangsjahre häufen würde. Bei dieser Einheit ist der 
Preis im Ausgangsjahre gleich Eins, denn wenn wir den Preis p 0 der ur 
sprünglichen Einheit durch den Faktor p 0 dividieren, so erhalten wir Eins. 
Von nun an werden wir jedoch alle Indexziffern als Durchschnitte von 
Preisverhältnissen behandeln. 
Interessant ist die Feststellung, daß die Antithese von Dutots oder 
Bradstreets Formel (Nr. 2), die mittels Division des Bruches 
AQi 
die korrelative Formel für £b, nämlich durch 
2Qo’ 
v», o durch 
O^O 
gefunden wird, sich 
als diejenige erweist, welche von Drobisch x ) und früher von Sir Rawson- 
r ) Siehe M. W. Drobisch, „Über Mittelgrößen und die Anwendbarkeit derselben 
auf die Berechnung des Steigens und Sinkens des Geldwertes“ (Berichte über die Ver 
handlungen der Königlich sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Levpzig\ Mathe 
matisch-physische Klasse, Band XXIII, 1871, S. 25—48). Dgl. „Über die Berechnung 
der Veränderungen der Warenpreise und des Geldwertes“ (Jahrbücher für Nationalökonomie 
und Statistik, 1871, Band XVI, S. 143—156); und „Über einige Einwürfe gegen die in 
diesen Jahrbüchern veröffentlichte neue Methode, die Veränderungen der Warenpreise 
und des Geldwertes zu berechnen“ (loc. dt., 1871, Band XVI, S. 416—427). Siehe auch 
V alsh, op. dt., S. 97—99, woselbst die Berechnungsmethode erklärt wurde.
	        
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