Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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III.  Kapitel.

wicht  und  die  Umlaufsgeschwindigkeit  desselben  (D)  durch  den  Wagearm
dargestellt.  Auf  dieser  linken  Seite  haben  wir  nun  aber  noch  ein  anderes
Gewicht  in  Form  eines  Bankbuches,  welches  die  Bankdepositen  ((?')  veranschaulicht. ­
  Die  Umlaufsgeschwindigkeit  dieser  Bankdepositen  (G')  ist
ebenfalls  durch  die  Entfernung  vom  Drehpunkte  der  Wage  oder  durch
den  Wagearm,  an  welchem  dieses  Buch  hängt,  dargestellt.
Dieser  Mechanismus  führt  die  Tatsache  vor  Augen,  daß  sich  der  Durchschnittspreis ­
  (rechter  Arm)  mit  der  Zunahme  des  Geldes  oder  mit  derjenigen
der  Bankdepositen  und  mit  der  Zunahme  in  deren  Umlaufsgeschwindigkeit
erhöht,  während  sich  dieser  Preis  mit  der  Zunahme  des  Handelsumfanges
erniedrigt.
Auf  die  linke  Seite  der  Verkehrsgleichung  oder  auf  GU  +  G'U'  zurückkommend, ­
  sehen  wir,  daß  in  einem  Gemeinwesen  ohne  Bankdepositen  die
linke  Seite  der  Gleichung  einfach  auf  GU,  d.  h.  auf  die  im  II.  Kapitel  angewandte ­
  Formel  umgewandelt  wird,  denn  in  einem  solchen  Gemeinwesen
fehlt  der  Posten  ,,G'Z7'“.  Mit  der  Einführung  von  G'  tritt  die  Tendenz  zu
einem  Steigen  der  Preise  ein.  Das  heißt,  durch  das  Anhängen  des  Depositenbankbuches ­
  auf  der  linken  Seite  wird  die  Verlängerung  des  Armes  zur
Hechten  notwendig.
Gerade  wie  A  zur  Bezeichnung  des  gesamten  Geldumlaufes,  also  von
GU  verwendet  wurde,  so  soll  jetzt  der  gesamte  Depositenumlauf  G’U'  mit  A'
bezeichnet  werden.
Wie  A,  G  und  U  sind  auch  A',  G'  und  U'  Summen  und  Mittelwerte
korrespondierender  Größen,  die  auf  verschiedene  Zeitpunkte  des  Jahres
oder  verschiedene  Personen  zu  beziehen  sind 1 ).

§5.
Durch  den  Einschluß  des  Depositenumlaufes  in  die  Gleichung  der  Geldzirkulation ­
  wird  der  von  der  Quantität  des  Geldes  auf  das  allgemeine  Preisniveau ­
  ausgeübte  Einfluß  weniger  direkt,  und  die  weitere  Verfolgung
dieses  Einflusses  wird  schwieriger  und  komplizierter.  Es  ist  sogar  behauptet
worden,  daß  durch  das  Hinzutreten  des  zirkulierenden  Kredits  jedwede
zwischen  den  Preisen  und  der  Quantität  des  Geldes  bestehende  Beziehung
Q  Die  in  der  Anordnung  von  a',  g’  und  «'  usw.  ausgedrückte  mathematische
Analyse  von  A!,  G'  und  U'  stimmt  mit  der  im  Anhang  zum  II.  Kapitel  gegebenen  von  A
G  und  TJ  vollkommen  überein.  Siehe  auch  §§  1  und  2  des  Anhanges  zu  diesem  (III.  )  Kapitel. ­

            
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