Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Indirekte  Einwirkungen.

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des  Geldes,  in  der  Umlaufsgeschwindigkeit  der  Bankdepositen  oder  im  Umfange ­
  des  Handels  gestört  werden.  Aber  was  auch  immer  die  Quelle  der
Differenz  in  den  Preisniveaus  sein  mag,  das  Gleichgewicht  wird  schließlich
durch  eine  internationale  oder  interlokale  Wiederverteilung  von  Geld  und
Gütern,  die  durch  den  internationalen  und  interlokalen  Handel  herbeigeführt
wird,  wiederhergestellt.  Außer  Geld  und  Waren  können  keine  anderen  Elemente ­
  in  der  Yerkehrsgleichung  von  einem  Orte  zum  anderen  transportiert
werden.  .  .  .
Abgesehen  von  Übergangswirkungen  bringen  also  internationale  Differenzen ­
  in  den  Preisniveaus  nur  in  einem  der  Elemente  der  Verkehrsgleichung,
und  zwar  in  der  Menge  des  Geldes,  Veränderungen  hervor.  Tatsächlich
können  natürlich  die  Übergangsperioden  unabsehbar  oder  chronisch  sein.  Es
kommt  selten  vor,  daß  ein  Volk  keine  Handelsbilanz  aufweist.  Jahrzehntelang ­
  bezogen  Länder  des  Orients  Silber  von  denen  des  Okzidents,  selbst  wenn
das  Silber  unter  dem  bimetallischen  Regime  in  einem  stabilen  Verhältnis
zum  Golde  stand.  In  Europa  herrschte  infolgedessen  eine  langanhaltende
Tendenz  zu  einem  Fallen  der  Preise,  während  in  Asien,  in  Verbindung  mit
allen  anderen  einen  Übergang  begleitenden  Wirkungen,  die  Preise  eine
steigende  Tendenz  verfolgten.
§2.
Wir  haben  gesehen,  wie  G  in  der  Verkehrsgleichung  durch  den  Import
und  Export  des  Geldes  beeinflußt  wird.  Hinsichtlich  ihrer  Beziehung  zu  G
in  irgendeinem  der  in  Betracht  kommenden  Länder  sind  die  G  in  allen
anderen  Ländern  „äußere  Einflüsse“.
Wenn  wir  nun  einen  Schritt  weitergehen,  so  müssen  wir  jene  Einwirkungen ­
  auf  G  in  Erwägung  ziehen,  die  nicht  nur  außerhalb  der  für  ein  besonderes ­
  Land,  sondern  auch  außerhalb  der  für  die  ganze  Welt  gültigen
Verkehrsgleichung  liegen.  Außer  dem  durch  Import  und  Export  hervorgebrachten ­
  Zufluß  und  Abfluß  des  Geldes,  gibt  es  einen  Zufluß  und  Abfluß
durch  Prägen  und  Schmelzen.  Mit  anderen  Worten:  nicht  nur  die  in  der
Welt  befindlichen  Geldbestände  stehen,  wie  kommunizierende  Wasserbehälter ­
  miteinander  in  Zusammenhang,  sondern  sie  hängen  in  derselben
Weise  auch  mit  dem  auswärtigen  Barrenbestand  zusammen.  In  der  modernen ­
  Welt  spielt  ein  so  kostbares  Metall  wie  das  Gold  gewöhnlich  die  Rolle
des  primären  Geldes,  und  dieses  Metall  findet  eine  zweifache  Verwendung:
es  wird  zu  Geldzwecken  und  zur  Anfertigung  von  Waren  verwandt.  Das
beißt,  Gold  ist  nicht  nur  ein  Geldmaterial  sondern  es  ist  ebensowohl  Ware.
In  ihrer  Eigenschaft  als  Waren  bilden  die  Edelmetalle  das  Material  für  Juwe ­
            
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