Object : Die wirtschaftliche Entwickelung der Industrie im Osten und ihre Einwirkung auf das Bevölkerungsproblem

Die  wirtschaftliche  Lntwickleng  der  Industrie  im  Gsten.  7  g

absetzbares,  stickstoffhaltiges  Düngemittel  erhalten  wird,  decke
nicht  nur  die  Rosten  des  Betriebes,  sondern  werfe  vielfachen
Gewinn  ab.  Die  bei  der  Fabrikation  von  Ammonsulfat  enthaltenen ­
  Gase  seien  nicht  nur  für  Rraftzwecke  besonders  gut  geeignet, ­
  weil  sie  von  konstanter  Zusammensetzung  und  besonders
rein  seien,  sondern  sie  könnten  auch  für  alle  Zwecke  der  Heizung
verwendet  werden  und  ergeben,  entsprechende  Feuerungen  vorausgesetzt, ­
  die  höchste  Temperatur.  Besonders  gut  eignen  sich  derartige ­
  Anlagen  zum  Stahlschmelzen,  da  das  Gas  absolut  schwefelfrei ­
  sei.
vorerst  bestehen  nun  im  Gsten  keinerlei  Anlagen,  um
diese  technischen  Möglichkeiten  auszunutzen.  Ls  ist  daher  festzustellen, ­
  daß  es,  bis  derartige  Anlagen  geschaffen  worden  sind,
bei  dem  Fehlen  von  Steinkohlen,  der  relativen  Ungeeignetheit
von  Braunkohle  und  der  bisher  nicht  in  wesentlichem  Umfang
in  die  Praxis  überführten  Verwendungsmöglichkeit  des  Torfes
für  größere  industrielle  Zwecke  dabei  bleibt,  daß  das  wichtigste
Rohprodukt  für  eine  Industrialisierung,  das  Heizmaterial  in
diesem  Gebiete  nicht  zu  dem  Preise  zur  Verfügung  steht,  zu
dem  es  in  den  bisherigen  Industriegegenden  Deutschlands  und
rund  um  die  deutsche  Grenze  herum  im  Auslande  zur  Verfügung ­
  steht.
Und  ebenso  geht  es  mit  dem  Vorkommen  von  Eisen.
Die  wenigen  Brauneisenstein-  und  Raseneisensteinlager  können
für  eine  Industrialisierung  bisher  nicht  gezählt  werden.  Ls
würde  also  neben  dem  Import  von  Brennmaterial  für  eine  Großindustrie ­
  des  Imports  von  Roheisen,  lvalzeisen,  Stabeisen,  Gußeisen ­
  und  Stahl  bedürfen,  um  auch  nur  eine  Fertigfabrikatindustrie ­
  in  diesen  Gegenden  unterhalten  oder  neu  ins  Leben  rufen
zu  können.  Line  Hochofenindustrie  wäre  nach  den  bisherigen
Ermittelungen  und  Erfahrungen  nur  an  der  Rüste  mit  fremder
            
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