Verlag von Gustav Fischer in Jena
Von Prof. Dr. Robert Liefmann, Freibnrg
Schutzzoll und Kartelle. L Br . 1903 . Preis: 2 Mark
Inhalt: Einleitung-. — I. Der Einfluß der Schutzzölle auf die Entstehung der
Kartelle. — II. Der Einfluß der Schutzzölle auf die Wirksamkeit der Kartelle. —
III. Die Zollpolitik als Mittel gegenüber Kartellen. — Anmerkungen.
Soziale Praxis, 1903, Nr. 50:
. . . Der Grundzug der kleinen Schrift, der zugleich einer ihrer wesentlichsten
Vorzüge ist, besteht darin, daß sie nicht von einem einseitigen handelspolitischen
Standpunkte geschrieben ist, sondern objektiv den Zusammenhang zwischen Zollpolitik
und Entstehung und Wirksamkeit der Kartelle untersuchen will. Der Kernpunkt
besteht in dem Nachweis, daß auch bei dem Schutzzollsystem der wirtschaftliche
Fortschritt, der uns zur Behauptung anderen Nationen gegenüber befähigt, die,
Herbeiführung einer vollkommenen Produktionsorganisation möglich ist. „Der Schutz
zoll ist — für den Verfasser — noch heute, wie zur Zeit Liste, Erziehungsmittel,
aber nicht zur Erziehung der Industrien überhaupt, sondern ein Mittel zur Entwicklung
der fortgeschrittensten Produktionsorganisation.“ Ihm mißt er die Befähigung hei,
den Übergang zu neuen Produktionsformen, namentlich zu der Foim immer fort
schreitender "Monopolisierung einzelner Betriebszweige, wie es durch die Kartelle
geschieht, allmählicher und milder zu gestalten und dadurch die gesamte Volks
wirtschaft für diese Richtung, zu der sie heut noch nicht reif ist, vorzubereiten.
Monopole, Kartelle und Trusts il ™
Dargestellt an der Entwicklung in Großbritannien \ on Dr. Hermann I.evy,
a. o. Professor an der Universität Heidelberg und hauptamtlicher Dozent an der
Hochschule in Mannheim. 1909. Preis: 7 Mark 50 Pf.
Inhalt: I. Die Monopole der frtthkapitalistischen Industrie Englands.
1. Die frühkapitalistische Entwicklung, a) Die neuen Gewerbe im 16. und 17. Jahr
hundert. b) Der Bergbau, c) Das alte Handwerk. 2. Die Monopolorganisation,
a) Rechtliche Grundlagen, b)Die wirtschaftliche V erfassung der Monopole. 3.Wirkungen
und Bedeutung der Slonopole. a) Die Wirkungen, b) Die Agitation. 4. Vergleiche
mit der deutschen Entwicklung.
II. Die Zeit des freien Wettbewerbs und der ersten monopolistischen
Unternehmerverbiinde. 1. Die Lehre vom freien Wettbewerb. 2. Die monopo
listischen Vereinigungen im englischen Bergbau, a) Die Blütezeit der englischen
Kohlenkartelle, b) Der Monopolverband im englischen Kupferbergbau zu Ende des
18. Jahrhunderts, c) Der Zusammenbruch der Kohlenkartelle.
III. Die Neuorganisation der britischen Großindustrie auf monopolistischer
Grundlage. 1. Einleitendes. Der Übergang zur Gegenwart. 2. Die Sphäre des
Wettbewerbs. 3. Die heutige Monopolbildung in der britischen Großindustrie, a) Die
Konzentrationsbewegung, b) Die wichtigsten britischen Kartelle und Trusts der
Gegenwart. 1. Der Portlandzementtrust. 2. Die Stahlwerksverbände. 3. Das In
dustriespirituskartell. 4. Der Tapetentrust. 5. Das Kabelkartell. 6. Salztrust und
Salzsyndikat. 7. Der Trust der Feinbaumwollspinner und Doublierer. 8. Nähfaden-
trust und Nähfadensyndikat. 9. Die Trusts in der Bleicherei und Färberei. 10. Der
Kalikodruckertrust. 11. Der Lokomotivtrust. 12. Der Whiskytrust. 13. Britisches
und internationales Schienenkartell. 14. Der Sodatrust. 15. Der Tabaktrust.
4. Organisationsfragen. 5. Theoretisches und Kritisches.
Dokumentarisch er An hang. 1. Ein Kartellvortrag vom Jahre 1835. 2. Zur
Frage der Betriebskombination. Rede des Sir Christopher Furness. 3. Zur Frage
der Monopolorganisation. Über das Industriespirituskartell.
RpwprhpfnrHprunn in PrPiiRpn Versuch einer zusammenfassenden Darstellung,
uewei ueiui uei uny m rreuiien. Von I)r. phil.- W. Reters, Preis: 2 Mark.
Die Schrift versucht, die bisherigen Maßnahmen von Staat und Gemeinden zur
Förderung des Kleingewerbes systematisch-kritisch darzustellen. Erörtert werden
die Förderung der kleingewerblichen Bildung, der Produktion, der Organisation, der
Kapitalbeschaffung u. ä. Die Möglichkeiten einer Weiterbildung der Gewerbebeförde
rung werden sorgfältig abgewogen.
Da die Schrift Fragen behandelt, die im Vordergründe des öffentlichen Interesses
stehen,' und namentlich in den Parlamenten neuerdings eine große Rolle spielen, darf er
wartet werden, daß sie zunächt unseren Wirtschafts- und Sozialpolitikern als Übersicht
über den gegenwärtigen Stand der Gewerbeförderung nicht unwillkommen sein wird.
Die Entwicklung der Gewerbeaufsicht in Deutschland, von Dr.
Stephan Roersclike. Zweite, verbesserte und erweiterte Auf
lage. (VII, 228 S. gr. 8°.) 1913. Preis: 6 Mark.