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versuchen wird einerseits — schon aus Gründen der Raumersparnis und
um die Betriebskosten zu senken — eine möglichst große Menge Handarbeit
auf die Maschine zu übertragen und andererseits nach Möglichkeit
Kraft- und Reibungsverluste zu vermeiden. Kompliziertere und in ihren
einzelnen Teilen sinnreicher durchgeführte Maschinen entstehen, die aus
diesem Grunde in der Regel auch höhere Herstellungskosten verursachen.
Wo die Belastung der Produktion durch die höheren Herstellungs- und
Anschaffungskosten nicht durch die Verminderung der Betriebskosten
ausgeglichen werden kann, was häufig der Fall sein wird, dort muß der
neue Maschinentyp, um überhaupt konkurrenzfähig zu sein, eine
größere Produktenmenge in der gleichen Zeiteinheit erzeugen
können als der alte Typ.
In der Anwendung der Maschinen, wie in der Entwicklung des Maschinenwesens
liegt ein Zwang zur Massenerzeugung, der aber seine besondere
Bedeutung noch erhält, wenn man berücksichtigt, daß es sich
in der Fabrik vielfach um ein Zusammenarbeiten einer großen Menge
verschiedener Kraft- und Arbeitsmaschinen handelt, die alle aufeinander
abgestimmt sein müssen, wenn sie unter den günstigsten Bedingungen
arbeiten sollen. Die Maschinen mit der größten Massenerzeugung geben
den Ausschlag. In der Regel werden es die Maschinen der untersten Produktionsstufen
des Betriebes sein, da hier die Gleichartigkeit des Vorproduktes,
des Halbzeugs, die Benutzung von Maschinen mit großer
Leistungsfähigkeit und weitgehend automatischem Betrieb erleichtert.
Soll nun eine Betriebserweiterung vorgenommen oder eine neue für den
übrigen Betrieb ausschlaggebende Maschine mit gesteigerter Leistungsfähigkeit
eingeführt werden, dann kann sich die Ausdehnung der Erzeugung
nur sprunghaft vollziehen. Ein neuer Hochofen dehnt die Leistungsfähigkeit
eines Hüttenwerkes ruckweise erheblich aus, da der neue Ofen
nur dann mit den geringsten Kosten arbeitet, wenn er voll ausgenutzt
wird. In einem kombinierten Stahlwerk ist ausschlaggebend die Stahlanlage.
Nach der Leistungsfähigkeit der Konverter oder der Martinöfen
muß sich die Zahl der Hochöfen und der Walzstraßen richten. Wird die
Stahlanlage mit neuen leistungsfähigeren Konvertern ausgerüstet oder
ihre Zahl erhöht, so muß der Betrieb der Hochöfen und Walzanlagen den
neuen Verhältnissen angepaßt werden. Während in der Textilindustrie
die Aufstellung einer Spinnmaschine und, wenn es sich um einen kombinierten
Betrieb handelt, die Aufstellung der entsprechenden Anzahl Webstühle
bei weitem nicht eine solche sprunghafte und den ganzen übrigen
Betrieb beeinflussende Leistungssteigerung darstellt. Trotzdem besteht
auch hier, wenn auch nicht in dem Maße wie bei den Stahlwerken, jener
Zwang zur Massenerzeugung.
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