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häufen sich die Reparaturen. Verkürzung der Lebensdauer verlangt eine
Erhöhung der Amortisationsquote für dieselbe Zeiteinheit und Häufung
der Reparaturen bedeutet Erhöhung der Betriebskosten. Trotz wachsender
Produktenziffer arbeitet die Maschine teuerer. Dennoch wird man in
Zeiten der Preishausse zur übern ormalen Ausnutzung der Maschine schreiten,
wenn die Preise die wachsenden Kosten überbieten, wobei die Verkürzung
der Lebensdauer den weiteren Vorteil bringt, daß das Risiko, die Maschine
möchte durch einen verbesserten Typ oder ein verbessertes Verfahren
überholt werden, gemindert wird. Wird andererseits die berechnete
Leistungsfähigkeit in einer bestimmten Zeiteinheit nicht voll ausgenutzt,
z. B. durch häufigeren oder längeren Stillstand, so verringert sich zwar
der Verschleiß, aber nicht immer im gleichen Verhältnis zur Dauer des
Stillstandes, da in vielen Fällen auch der Stillstand der Maschine schadet.
Der verlängerten Lebensdauer entspricht eine geringere Amortisationsquote,
aber auch das größere Risiko, dsp^die Maschine veraltet. Die Betriebskosten
dagegen, die Kosten der Betriebsbereitschaft, wachsen erheblich
an, und zwar um so stärker, je häufiger die Stillegung erfolgt.
Somit liegt in der Maschinenverwendung ein gewisser Zwang zur Massenerzeugung.
Die Parole muß lauten: Ausdehnung der Erzeugung bis zur
vollen Ausnutzung der Leistungsfähigkeit der Maschinen und, wo es
möglich ist, noch darüber hinaus, wenn die Preise es erlauben 1 ).
Weiterhin liegt auch in der Entwicklung der modernen Technik
ein Zwang zur Massenerzeugung. Das Ziel lautet auch hier, das Verhältnis
zwischen Kosten und Produktenmenge in einer gegebenen Zeit möglichst
günstig zu gestalten. Das Ziel kann nach dem vorhandenen Verfahren
mit demselben Maschinentyp gelöst werden. Werden Kraft- und Arbeitsmaschinen
von derselben Art, aber mit der doppelten Leistungsfähigkeit
gebaut, so arbeiten sie billiger, denn es sind einerseits die Herstellungskosten,
andererseits die Betriebskosten nicht im gleichen Verhältnis gestiegen.
Um eine Dampfmaschine von doppelter Kraft zu bauen, bedarf
man nicht der doppelten Menge an Rohstoffen und des doppelten Zeitund
Kraftaufwandes und, in Betrieb genommen, verlangt die stärkere
Maschine nicht den doppelten Aufwand an Pflege, Bedienung und Betriebskraft.
Wo dieser Weg nicht beschritten werden kann, oder wo die Maschinen
eine gewisse Größe bereits erreicht haben, muß das Ziel durch ein
neues Verfahren, einen neuen Maschinentyp gelöst werden, wobei man
*) Vgl. Bücher, Das Gesetz der Massenproduktion. Zeitschrift für die gesamten
Staatswissenschaften 1910. Mein Aufsatz über: Das Gesetz des abnehmenden Ertrages
in der Landwirtschaft und das des zunehmenden Ertrages im Gewerbe. Zeitschr.
für Sozialwissenschaft. Neue Folge. 4. Jahrg. Heft 6.