Full text: Die deutsche Zigarettenindustrie

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Der Gesamtverdienst aller dieser Arbeiterinnen beträgt 262 M.; 
auf die einzelne Arbeiterin entfällt demnach ein durchschnittlicher 
Wochen verdienst von 12,47 M. 
Ferner machten über ihren Verdienst noch 8 Berliner Karton- 
nagenarbeiterinnen folgende Angaben: 
Zahl der 
Arbeiterinnen 
Durchschnittlicher 
Wochenverdienst 
Zahl der 
Arbeiterinnen 
Durchschnittliche r 
W ochenverdienst 
Mark 
Mark 
i 
8 
2 
12 
i 
9 
1 
13 
2 
10 
1 
15 
Die Summe des Wochen Verdienstes dieser 8 Arbeiterinnen be 
trägt 89 M., der Durchschnittsverdienst einer einzelnen Arbeiterin 
mithin 11,92. 
c) Die Zeit der Lohnzahlung. 
Die Auszahlung des Lohnes erfolgt in den Zigarettenfabriken 
fast allgemein wöchentlich, und zwar gewöhnlich Sonnabends 
Die Höhe des den Akkordarbeitern auszuzahlenden Lohnes wird 
hierbei entweder am Freitag oder schon am Donnerstag Abend 
berechnet. 
D. Besondere Gratifikationen, Wohlfahrtseinrichtungen usw. 
Außer dem festgesetzten Lohne werden den Arbeitern in man 
chen Fabriken noch verschiedene Vergünstigungen zuteil. In Be 
tracht kommen hierbei aber fast ausschließlich nur die großen Be 
triebe, die sich durch derartige Einrichtungen einen festen, zufrie 
denen Arbeiterstamm zu schaffen suchen. 
Die in den einzelnen Fabriken bestehenden derartigen Ein 
richtungen sind folgende: 
1. Alterszulagen, Wohnungsgeldzuschüsse usw. 
Mehrere große Zigarettenfabriken gewähren ihren Arbeitern 
nach mehrjähriger Tätigkeit einmalige Prämien oder dauernde Zu 
lagen. So herrscht in einer Dresdener Fabrik folgender Brauch: 
Jedes fünfte Weihnachten ihres Dortseins erhalten die Arbeiter und 
Arbeiterinnen Extraprämien von je 30 Mk., ferner die Zeitlöhner 
jedes Jahr freiwillige Lohnzulagen von je einer Mark pro Woche. Bei 
Überschreitung gewisser Höchstgrenzen, für deren Bestimmung es 
auf Alter und Familienstärke der jeweils in Frage stehenden Ar
	        
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