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friedigende Resultate erzielt worden. So wird in den österreichischen
Konsulatsberichten*) über einen derartigen Versuch folgendes
berichtet: „Amerikanische Tabakbauern haben, um den Xanthitabak 2 )
nach Amerika zu verpflanzen, nach eingehenden meteorologischen
Studien in Xanthi, Samen und Erde nach Amerika gebracht; es
gelang ihnen jedoch nicht, eine auch nur annähernde Sorte zu
züchten.“
Neuerdings ist durch Gesetz vom 1./14. April 1907 die Ausfuhr
von Tabaksamen aus der Türkei überhaupt verboten worden 3 ).
In der europäischen Türkei wird hauptsächlich in Epirus,
Thessalien und Maleedonien Tabak angebaut, und zwar werden
die feinsten Sorten in Makedonien, in der Umgegend von Xanthi
und Yenidze, gezogen. Hauptausfuhrhäfen für diese Tabake sind
Saloniki, Kavalla und Dedeagatsch. Die Hauptproduktions
stätten in der asiatischen Türkei sind die Umgegend von Smyrna
und Samsun.
In dem gesamten Gebiete der Türkei werden jährlich ungefähr
40 Millionen Kilo Tabak geerntet; so belief sich die Ernte im Jahre
1905 auf 38, im Jahre 1906 auf 42 Millionen Kilo 4 ).
Hiervon gelangen im Durchschnitt 20—25 Millionen Kilo zum
Export 6 ); das übrige, zumeist ganz minderwertige Ware, wird in
der Türkei selbst verbraucht.
Die Ausfuhr nach Deutschland ist mit der Entwickelung der
deutschen Zigarettenindustrie von Jahr zu Jahr gestiegen und betrug:
Aus der europäischen und asiatischen Türkei.
Tonn. Mill. Mk. Tonn. Mill. Mk.
1889 .
226
zu 0,4
1895 . .
. . 694 .tu 1,3
1890 .
276
. 0,5
1896 . .
. .1044 „ 2,0
1891
326
„ 0,5
1897 . .
. . 1273 „ 2,0
1892 .
341
, 0,5
1898 . .
. . 1727 „ 3,3
1893 .
393
„ 0.8
1899 . .
. . 2002 „ 3,4
1894 .
459
,, 0,9
1) Österreichische Konsulatsberichte, Jahrgang 1906.
2) Xanthi, eine Stadt in Makedonien, in deren Umgebung mit der beste tür
kische Tabak gebaut wird.
3) Deutsches Handelsarchiv, Jahrgang 1907, Teil I, Seite 610.
4) Societe de la regie cointeressee des tabacs de l’empire ottoman : Rapport
du conseil d’administration. Constantinople 1907.
5) So wurden z. B. im Jahre 1906 insgesamt 24190000 kg ausgeführt
Österreichische Konsulatsberichte, Jahrgang 1907).