Kapitel I. Die Optimisten.
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oder die große Provision unter die Formel Bastiat’s fallen. Wir haben
aber soeben gesehen, daß sie vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus nichts
erklären kann; und ebensowenig kann sie vom allgemeingültigen mora
lischen Standpunkte, auf den sich doch Bastiat stellt, irgend etwas recht-
fertigen. Sie ist weiter nichts als ein Mäntelchen, das ebenso dazu dient,
die schlimmsten Ausbeutungen wie die ehrlichsten Geschäfte zu decken,
die alle zusammen unter seinem Schutze, brevi manu und bunt zusammen
gewürfelt, unter den einen Hut der allgemeinen Harmonie gebracht
werden 1 ).
Trotz dieser gewiß gerechtfertigten Kritik, und trotzdem man den
Versuch Bastiat’s, den Wert durch das Wort Dienste zu erklären, für
verfehlt ansehen muß, bleibt die Formel doch immerhin eine höchst geist
reiche, und man könnte vielleicht sogar sagen, eine geniale Eingebung.
Der Beweis dafür ist, daß sie Heimatsrecht in der volkswirtschaftlichen
Sprache erlangt hat: Wir finden sie später wieder und dies besonders
in der Terminologie der auf ihre strenge Methode besonders stolzen hedo
nistischen und mathematischen Schule: dort spricht man beständig von
»produktiven Diensten“, und es würde viel Mühe kosten, ein anderes
Wort zu finden, d;tf$> sie alle umschließt 2 ). Dieses Wort „Dienste“ ist
z war geeignet, auf Grund des Gedankens an ein höheres Interesse und an
professionelle Ehre, die mit ihm verbunden ist, — so wie man früher sagte
»im Dienste des Königs!“ — über viele wirtschaftliche Beziehungen der
bestehenden Ordnung der Dinge Irrtümer aufkommen zu lassen. Auch
wirkt es oft komisch, mit diesem schönen Worte die Begleichung einer
Gasthausrechnung oder die Bezahlung des Steuerzettels zu bezeichnen.
Trotzdem kann man sich aber kein besseres vorstellen, um das, was die
z ukünftige soziale Ordnung sein sollte, zu bezeichnen. Das Wort
»Dienste“ drückt ungefähr die gleiche Idee aus, die Aügüste Comte und
y iele nach ihm mit dem Worte „soziale Funktion“ ausdrücken wollte,
oder was Professor Marshall in einer kürzlich gehaltenen Rede „die
, Ich untersuche
1 ) Auch ist Bastiat wohl gezwungen dies selbst zuzuge ^ • en ” Mensc hen nicht
u ‘cht, ob alle Dienste wirklich und gerechtfer ig ’ . • geleistet haben. Ach,
gelungen ist, sich für Dienste bezahlen zu lassen, v e itl“ (Harmonies, Kap. V,
lieber Gott, die Welt ist voll von solcher Ungerech g
S. 157). ,. ■ h {ür n icht geleistete Dienste
Wenn aber die Welt voll ist von Leuten, * e . jj en lassen, wozu soll es dann
oder für eingebildete und ungerechtfertigte Dien e j s teten Dienst zu gründen.
d 'enen, jeden Wert und alles Eigentum auf eine g lg87 den Au f sa tz Gide s
Siehe in der Revue d’Kconomie Po 1 ü
U W La notion de la valeur dans Bas ia ■ angewendet, ohne aber
2 ) J.-B. Say hatte schon das Wort ,, , scm dern nur um die Reichtümer,
amit irgendeine normative Bedeutung zu ve ’ . « Erzeugnisse sind, zu unter-
dl « in Handlungen bestehen, von denen, die mateneue n
scheiden.