Full text: Inflation und Geldentwertung

Zusammenfassung der Ergebnisse. 
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Wirkungen einer Einkommensteuer eintreten, nämlich die Ab 
wälzung der Steuer auf die Preise. In der Form einer bequemen 
Abschlagssteuer würde also auch die Vermögensabgabe eher 
preissteigernd als preisermäßigend wirken. 
Es war davon ausgegangen, daß es wünschenswert sei, nur 
einen gewissen Rückgang der Preise herbeizuführen. Mit der 
Herstellung des früheren (Friedens-) Preisstandes würden 
sich eine ganze Menge neuer Störungen für die Volkswirtschaft 
ergeben. Insbesondere würden die Besitzer von realen Gütern, 
sowohl von Produktionsanlagen als auch von Gebrauchs- und 
Konsumgütern eine große Einbuße erleiden; die Erzeugung neuer 
Güter würde ins Stocken geraten, neue Erschütterungen des 
Warenmarktes würden eintreten, unübersehbare Lohnkämpfe das 
wirtschaftliche und politische Leben bedrohen. Die weitesttragenden 
Folgen würden sich für die Staatsfinanzen einstellen. Die ge 
waltigen, in entwertetem Gelcle aufgenommenen Schulden der 
öffentlichen Körperschaften müßten in gutem Gelde zurückgezahlt 
werden, das die Einzelwirtschaften in größeren Anteilen von 
ihrem verringerten Nominaleinkommen aufbringen müßten. Die 
Anleihegläubiger würden ein gutes Geschäft machen, indem sie 
den gleichen Nennbetrag, aber diesen mit größerer Kaufkraft 
zurückerhielten. Abgesehen von den Härten und Ungerechtigkeiten, 
die in einer solchen Verteilung von Lasten und Einkommen liegen, 
würde die Aufbringung der hohen Steuer diejenigen, die nur an 
den Lasten beteiligt sind, vollständig erdrücken. 
In die Frage der Wiederherstellung des alten Geldwertes greift 
daher auch die Finanz- und Steuerpolitik der öffentlichen 
Körperschaften, voran des Reiches, ein. Von hier aus kommen 
sogar Vorschläge, die darauf abzielen, die eingetretene Geldent 
wertung nicht nur zu verewigen, sondern sie zwecks Heilung der 
Finanzen ins Unendliche zu vergrößern. Durch Aufbringung der 
Anleihezinsen auf dem Wege der Notenausgabe oder sogar durch 
Umwandlung der gesamten öffentlichen Schulden (also etwa 
200 Milliarden Mark) in bares Geld, d. i. in Papiergeld, sollen die 
Verpflichtungen des Reiches und der Einzelstaaten getilgt, soll die 
Produktion infolge des dann in großen Massen vorhandenen 
flüssigen Kapitals angereizt und gesteigert werden, soll die voll 
ständige Entwertung des Geldes herbeigeführt, das Geldwesen den 
Finanzen geopfert werden. Diese Vorschläge gehen von der Vor- 
Prion, Inflation uncl Geldentwertung. 8
	        
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