Friedensbedingungen und Geldentwertung.
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werte herzustellen, die außer Landes und der deutschen Volkswirtschaft
verloren gehen. Das bedeutet, daß der große Mangel
an Gütern, unter dem die deutsche Volkswirtschaft während des
Krieges zu leiden gehabt hat, auch in der Zukunft nicht leicht
oder schnell abgestellt werden kann und wird. Bis zu einem gewissen
Grade geht daher für Deutschland trotz Einstellung der Kriegshandlungen
die unselige Kriegswirtschaft mit ihren Folgeerscheinungen
weiter. Wenn auch die hergestellten Güter nicht mehr,
wie während des Krieges, überwiegend vernichtet werden, so verlassen
sie doch zu einem erheblichen Teil die deutsche Volkswirtschaft,
ohne dieser dafür Gegenwerte einzubringen. Mit einer
Ausnahme, die die finanziellen Bestimmungen des Friedensvertrages
vorsehen: aus den Lieferungen Deutschlands in der ersten Höhe von
20 Milliarden Goldmark sollen jene Lebensmittel und Rohstoffe bezahlt
werden, die Deutschland nach Gutachten der Kommission nötig
hat und empfangen soll, um sein Wirtschaftsleben und seinen Kredit
soweit aufrechtzuerhalten, daß es imstande ist, seinen Verpflichtungen
gegenüber der Entente nachzukommen. Der leidige Mangel
an Waren kann also bestenfalls in nur geringem Maße und auch nur
allmählich abgestellt werden. Wenn die Waren- und Arbeitsmengen
in der vorgesehenen Weise an die Entente geliefert werden sollen,
dann bleibt nur ein mäßiger Spielraum für die Vermehrung der
für den inländischen Bedarf so dringend notwendigen Güter
übrig. Von hier aus ist daher für absehbare Zeit nur ein leichter
Rückgang der Preise zu erwarten. Um so mehr können Störungen
der wirtschaftlichen Arbeit diesen, dem Inlandsbedarf verbleibenden
Teil der Gütererzeugung so treffen, daß das mögliche Mehr
an Gütern wieder verloren geht, die Preisbewegung nach wie vor
entscheidend von dem mangelnden Angebot beeinflußt wird.
Von größtem Einfluß auf die zukünftige Preisgestaltung wird
jedoch die Entwickelung der deutschen Valuta sein. Deutschland
bedarf zur Steigerung seiner Gütererzeugung und damit auch zur
Erfüllung seiner riesigen Verpflichtungen vor allem der ausländischen
Lebensmittel und Rohstoffe — neben der höchstmöglichen
Steigerung seiner eigenen Rohstoffgewinnung. Bis zu einem gewissen,
noch nicht näher bestimmten Teil will ja die Entente die
notwendigen Lebensmittel und Rohstoffe aus den ersten 20 Milliarden
Goldmark, die Deutschland zu zahlen hat, liefern. Diesem
Wohlwollen der Entente ist wegen der Bedingungen, die an