Metadata: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Mikroskopische Untersuchung. Hirse. 
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Setzung den Abfällen bei der Reis-Verarbeitung- oder übertreffen diese noch im 
Protein- und Fettgehalt. Wegen des hohen Protein- und Fettgehaltes werden die 
Hirseabfälle leicht ranzig und schimmelig; auch trifft man in ihnen vielfach den 
Ausputz, Milben und Sporen des Hirsebrandes (Ustilago destruens). 
Für die mikroskopische Untersuchung behufs Unterscheidung von 
anderen Getreidearten sind auch hier vorwiegend Zellschichten der Spelzen in der 
f lächenansicht maßgebend. 
i. Rispenhirse. Für die Unterscheidung der Mahl- bezw. Schälabgänge doi 
ßispenhirse kommen vorwiegend in Betracht: 
a) Die Oberhautzellen und das bandförmige Parenchym der.Spelzen 
(Fig. 84, S. 318). Die Spelzen der die 2 mm lange Frucht umschließenden Eispenhirse 
sind bauchig gewölbt, meist strohgelb, lebhaft glänzend, spröde und lassen nach 
dem Kochen mit Kalilauge die Oberhautzellen erkennen, die zwar Ähnlichkeit mit denen 
des Reises und der Gerste haben, aber zarter und nicht spießförmig, wie beim.Reis, 
sondern schwungvoll gebuchtet, außerdem viel länger als breit sind. Auch e i en 
ihnen die rundlichen Kieselzellen und die Zwillingskurzzellen. Die Hypodermfaser- 
zellen sind zwar einzeln mit spieß- und zahnförmigen Auswüchsen versehen, aber 
Von zarterer Struktur als bei den anderen Getreidespelzen. An die Hypodermfaser 
Schließt sich als dritte besonders kennzeichnende Schicht ein großzelliges, zusammen 
gedrücktes Parenchym an, dessen bandartig dünne, feinnetzig getüpfelte Zellwände 
kettengliederartig verschlungen sind. 
b) Die Fruchthaut (Fig. 85, S. 318). Die Fruchthaut umgibt nach Art der 
^überbaut des Reises den Mehlkern als zartes, weißes, ablösbares Häutchen, dessen 
Oberhaut aus zartwandigen, tiefgebuchteten Längszellen mit ziemlich geraden Quer - 
fänden besteht. Das darunter liegende Parenchym ist verschiedenartig gestaltet, 
hat teils lange und kurze, teils gerad- und krummwandige Tafelzellen, unter denen 
( schlanken, lückenhaft verteilten Schlauchzellen liegen. 
c) Die Stärkekörner (Fig. 86, S. 318) sind rundlich-polyedrischundö—16 fx grob. 
(Andropogon Sorghum var. techn. Koern.). Bei der Besen- 
man wie bei anderen Hirsenarten nach A. L. Winton 1 ) 
indes beim Dreschen abfliegt, die 4—6 mm langen Hüll - 
deren ganze Oberfläche mit weichen Haaren dicht besetzt ist, die aber 
° eim Dreschen und Reinigen des Kornes fast ganz entfernt werden, die dünne 
^Pelze innerhalb der unteren oder Hüllspelze als Überbleibsel einer verkümmerten 
f“ te ’ ebenfalls mit zahlreichen Haaren besetzt, und zuletzt die Vorspelze eben- 
* alls häutig und behaart wie die dünne Spelze. Die kennzeichnenden Zellen der 
•Besenmohrhirse sind; 
rrmu t. 2 ' ® esenm ohrhirse 
die D rSe untersch eidet 
snti ec kspelze, welche 
h Düllspelzen. 
stark skl^ 6 - äu ^ ere Epidermis (Fig. 87 aep und 88 aep, S. 320); sie besteht aus 
Kontur ei " osierten Zellen, welche zuweilen so lang als breit sind und eine wellige 
1 aufweisen. 
Schichten^' 6 ^P^erm fasern (Eig. 87 f und 88 f, S. 320), von welchen mehrere 
träe-t n ' <J1 ’handen sind, haben dicke Wände und enges Lumen. Ihre Länge be- 
mm oder auch mehr. 
ansicht sind Wamm P a renchym (Fig. 88 p, S. 320 und 89 p, S. 321). In der Flächen- 
Zwischenz >|i - <lie Zellen dieser Schicht mehr oder weniger rechteckig mit runden 
räumen; sie ähneln denen in den Spelzen des Reises und der Gerste, 
schnitt ist"d- ere ( E P icl ®rmis (Fig. 88 iep, S. 320 und 89 iep, S. 321). Im Quer- 
< lese Schicht nicht leicht zu beobachten, da die Eadialwände gewöhnlich 
') Zeitsoh: 
r. f. 
Untersuchung d. Nahrungs- und Genußmittel 
1903, (i, 337.
	        
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