Full text : Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905

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|  Mwmi  Arbeits-Nachweis  BwDii  C.n,  Mdw»8hm>  fl  E.  |
Central-Arbeits-Nachweis  in  Berlin.
Paritätischer  Facharbeitsnachweis  für  die  Maler-Innung  zu  Berlin
Kücker-Strasse  tt  K.,  II.  Ktage  recht»
Stfifhtt  >m  Summer  von  7—10  und  im  Winter  von  8  —  10  Uhr  früh.
Femaprocb-Anachluaa:  Amt  III.  8BU5  u.  8890.
Mitbrgekälfe
Her  Lackirer  Herr  ......
Anstreichermeldet
  sich  unter  Abgabt  dieses  CoutroUscheines  bei  Herrn  _
_  ....  -  -  zur  Arbeit.
Zur  HweMwt!  Der  Vrbcller  «»,,  ,!>h  bU  spätestens  Mittags  12  Ohr  zsm  Antritt  der  Arbeit  «»-nteUlet
  haben.  —  Ein#  ifoudlgnng  findet  nicht  statt.
Dl«*  ericeaut  durch  Untenolirlft  am
BERLIN,  de»  tgo
Unterschrift  des  Arbeitsuchenden:

9  3QT  Zelle!  oIid<)  Conpeu  niud  uugUltig!  -W>

123.  Arbeitsnachweiskarte  eines  paritätischen  Facharbeitsnachweises
Osten  je  eine  Zweigstelle  des  Nachweises  eingerichtet,  der  1905  schon  einen
ZaHreszuschuß  von  40  000  Mk.  von  der  Stadt  Berlin  bezog,  damit
allmählich  einen  mehr  kommunalen  wie  privaten  Charakter  erhalten  hat  und
von  den  Arbeitern  auch  meist  als  „städtischer"  Arbeitsnachweis  bezeichnet
wird.  Ist  er  auch  nicht  in  seiner  ersten  Gestalt  von  der  Arbeiterschaft  ins
Leben  gerufen  worden,  so  hat  er  doch  seine  weitere  Ausgestaltung  unter  dem
Druck  dieser  erhalten,  und  mit  Genugtuung  konstatiert  der  Bericht  der  Gewerkschastskommission
  für  1905,  daß  in  den  Kuratorien  der  Fachabteilungen
überall  die  Beisitzer  für  die  Arbeiter  den  zentralisierten  Gewerkschaften  angehören. ­
  Zn  diesem  Jahre  hatte  der  Zentral-Arbeitsnachweis,  der  bis  1894
im  Maximum  10000  Stellen  im  Jahr  vermittelte,  67000  Stellen  vermittelt.
Eine  respektable  Zahl,  aber  für  die  Riesenstadt  Berlin  nur  ein  kleiner
Teil  dessen,  was  zu  vermitteln  war.  Für  die  große  Mehrheit  der  gelernten
Arbeiter  besteht  der  Kampf  zwischen  Llnternehmer-Nachweis  oder  Gewerkschafts-Nachweis ­
  fort.  Zwar  hat  sich  nicht  in  allen  Gelverben  der  einseitige ­
  Gewerkschafts-Nachweis  aufrechterhalten  lassen,  verschiedentlich  überstiegen ­
  die  Verwaltungskosten  den  erreichbaren  Nutzen.  Wo  aber  die
Erfahrung  oder  die  Kraft  der  Gewerkschaft  dies  ermöglichte  und  kein
paritätischer  Nachweis  ins  Leben  trat,  sind  die  gewerkschaftlichen  Arbeitsnachweise ­
  forterhalten  und  nach  Kräften  ausgebaut  worden.  Ein  Muster
in  seiner  Art  ist  der  Arbeitsnachweis  der  stärksten  Berliner  Gewerkschaft,
der  Ortsverwaltung  Berlin  des  deutschen  Metallarbeiter-Verbandes.  Er
vermittelte  in  den  sechs  Jahren  von  1900  bis  1905  der  Reihe  nach  Stellen
für  980,  1097,  1890,  4152,  7065  und  9014  Arbeiter.  Die  Unternehmer
mögen  sich  als  Korporation  noch  so  sehr  dagegen  sperren,  den  Arbeitsnachweis
der  Gewerkschaft  anzuerkennen,  als  einzelne  und  inoffiziell  müssen  sie  doch
in  dem  Maße  mit  ihm  rechnen,  als  die  Gewerkschaft  wächst  und  die  Arbeiterschaft ­
  des  Berufs  hinter  sich  hat.
Bernstein,  Berliner  Geschichte,  in.  18

jvt
Personell,  welche  nur  vorübergeltend
  bis  zur
Höchstdauer  von  13  Tagen
in  Arbeit  eingestellt  werden,  huben
in  jedriii  Falle  diesen  Coupon,
mit  schriftlicher  Bescheinigung  de»
Arbeitgebers,  beizubringen,  diu*  di*
Arbeit  beendigt  ist,  widrigenfalls  dio
Ausfertigung  des  kostenlosen  Ausbilfscheine*
  verweigert  wird.

Malergeh  dl  fe  —  I.ackirer  —Anstreicher

.Ort

bei  mir  gearbeitet.

Borllu,  deu

IS»

Ca'-Miotirin  4c*
            
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