Full text : David Ricardo und die Grenzwerttheorie

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in  Berührung,  in  Beziehung,  in  Willensaktion  setzen,
deren  Ursachen  in  den  psychischen  Eigenschaften  des
Menschen,  nicht  in  der  physischen  Beschaffenheit  der
Dinge  liegen.  „Der  Wert  ist  nicht  eine  Qualität  der
Sache,  sondern  ihr  Status,  in  dem  sie  infolge  des  Bedürfnisses ­
  nach  ihrer  objektiven  Geeignetschaftheit  gesetzt ­
  ist.  „Sache  von  Wert“  ist  daher  ein  engerer  Begriff ­
  als  Sache  von  Brauchbarkeit.“ 1 )  So  erscheint  nur
der  Gebrauchswert  eines  begrenzt  vorhandenen  Gegenstandes ­
  oder  Lebensverhältnisses  als  das  einzige  Objekt
und  Motiv  der  wirtschaftlichen  Tätigkeit,  des  ökonomischen ­
  Wollens,  Begehrens  und  Handelns.
Und  diese  Motive  des  Wirtschaftens  sind  mit
Motiven  des  ganzen  seelischen  Lebens  und  des  ethischen ­
  Empfindens  eng  verbunden.  Denn  alle  Motive
des  Begehrens  entspringen  aus  den  Tiefen  der  Seele,
aus  dem  Wesenswillen  des  Subjekts,  wie  Schopenhauer ­
  sagt.  Schopenhauer  hat  diese  Wechselwirkung ­
  zwischen  dem  Äußerlichen  des  Handelns  und
dem  Innersten  der  Seele  in  den  genialen  Worten  ausgedrückt: ­
  „Die  Motivation  ist  die  Kausalität  von  innen
angesehen.“ *  2 )  Dieser  großartige  Gedanke,  daß  jedes
Stück  der  konkreten  Willensäußerung,  des  Empfindens
und  Begehrens,  der  Bedürfnisse  mit  dem  Innersten  der
menschlichen  Persönlichkeit,  ihren  Wertgefüblen  und
Zweckreihen,  ihrem  Urwillen  und  ihrem  Grundwesen
zusammenhängt,  ist  vor  allem  in  der  Wertlehre,  in  der
Analyse  der  wirtschaftlichen  Bedürfnisse  und  Wertgefühle ­
  nicht  aus  den  Augen  zu  verlieren.
Wie  oben  schon  gezeigt,  heißen  die  Gefühle,  die
entstehen,  wenn  gewisse  wirtschaftlich  zu  erwerbende
')  Rodbertus,  Zur  Erkenntnis  unserer  staatswirtsch.  Zustände,
1842,  S.  3.
2 )  Arth.  Schopenhauer,  Die  vierfache  Wurzel  des  Satzes
vom  zureichenden  Grunde,  §  43.
            
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