Full text: Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen

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Sonach übertrifft Anfang 1912 das Vermögen von 499836.03 Mk. 
die Schulden von 389116.42 Mk. um 110719.61 Mk., d. h. einem 
Vermögen von 230.02 Mk. pro Kopf der Bevölkerung stehen Schulden 
von 179.06 Mk. gegenüber, so daß sich auf den Kopf ein Reinver 
mögen von 50.96 Mk. ergibt. 
Dieses Reinvermögen ist naturgemäß ständigem Wechsel unter 
worfen und wird sich in den nächsten Jahren wegen unaufschiebbarer 
außerordentlicher Anforderungen noch verringern. Der Vermögensver 
lust wird aber mehr als ausgewogen durch die ideellen Vorteile, die 
sich allerdings nicht in Geld bewerten lassen. Eine Überschuldung ist 
nicht zu befürchten, wenn es auch „noch anhaltender Aufklärungsarbeit 
bedürfen wird, ehe sich die Öffentlichkeit daran gewöhnt hat, die Höhe 
und das Wachstum der Schulden als ein Zeichen eher zunehmender 
Aufgaben und umfänglicher kommunaler Tätigkeit als sich verschlechternder. 
Finanzlage anzusehen"?) 
i) Most S. 195.
	        
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