Full text : Die Nährmittelverteilung im Kriege

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mittülmcngen  Nücklag  e  n  bilden  sollten.  In  der  Tat  lies;  sich
nicht  verkennen,  daß  es  für  die  Kommunalverbände,  insbesondere
die  großen  Städte,  eine  wesentliche  Erleichterung  der  Durchführung
der  ihnen  überwiesenen  Aufgaben  bedeutet,  wenn  die  Abgabe  der
zur  Unterverteilung  bestimmten  Lebensmittelmengen  aus  Lagerbeständen ­
  erfolgen  kann.  Die  Gesichtspunkte,  die  für  ein  derartiges ­
  Verfahren  sprechen,  traten  insbesondere  auch  dann  in  die
Erscheinung,  wenn  infolge  von  Verkehrsschwierigkeiten  mit  regelmäßigen ­
  Zufuhren  nicht  zu  rechnen  war  und  -die  Anlieferungen
starken  Schwankungerl  ausgesetzt  blieben.
Nach  Lage  der  Verhältnisse  war  die  Reichsverteilungsstelle  für
Nährmittel  und  Eier  im  Wirtschaftsjahre  1916/17  nicht  imstande,
die  Kommunalverbände  oder  die  Bezirkszentralen  gleichmäßig,
ohne  zeitliche  Stockungen  in  der  Anlieferung  mit  Nährmitteln, ­
  zu  beliefern,  da  die  Produktion,  in  erster  Linie  infolge
starker  Störungen  in  der  Kohlenzufuhr  und  in  der  Wagengestellung, ­
  den  Anforderungen  des  Verteilungsplans  nicht  nachzukommen ­
  vermochte.  Beim  Stande  der  allgemeinen  Ernährungspolitik ­
  im  Sommer  1917  erschien  es  auch  nicht  angezeigt,  den
Kommunalverbänden  zu  empfehlen,  aus  den  zur  Unterverteilung
überlassenen  Nährmittelmengen  besondere  Rücklagen  und  Einsparungen ­
  zu  machen.  Keinesfalls  konnte  zu  diesem  Zwecke  eine
Bevorzugung  einzelner  Kommunalverbände  bei  der  Zuweisung
von  Nährmitteln  stattfinden.  Auf  der  anderen  Seite  ging  die
Reichsverteilungsstelle  davon  aus,  daß  etwa  vorgenommene  Einsparungen ­
  und  Rücklagen  aus  den  laufend  überwiesenen  Mengen
deni  einsparenden  Kommunalverband  e  belassen  bleiben.  Dabei
schien  selbstverständliche  Voraussetzung,  daß  der  betreffende
Kommunalverband  die  eingesparten  Mengen  zu  einem  späteren
Zeitpunkte  auch  tatsächlich  zur  Versorgung  seiner  Bevölkerung  und
nicht  etwa  zum  Handel  mit  verkehrsfreier  Ware  verwendet.
War  es  auch  mit  Rücksicht  auf  die  Schwierigkeiten
in  der  Beschaffung  der  vorhandenen  Rohstoffe,  Mangel  an
geschultem  Personal,  Überlastung  der  Betriebe  und  der  Unmöglichkeit, ­
  notwendige  Produktionssteigerungen  in  dem  erforderlichen
Maße  durchzuführen,  zunächst  nicht  möglich,  das  Soll  der  Monatsverteilung ­
  immer  rechtzeitig  abgeliefert  zu  erhalten,  so  haben  sich
doch  im  Laufe  der  Tätigkeit  der  Reichsverteilungsstelle  die  Vor-
            
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