Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

P.  Damm,  Die  öffentliche  Schadenversicherung.

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1910  in  den  einzelnen  Jahren  (siehe  Tabelle  1),  so  zeigt  sich  sowohl  bei
den  N.Zw.A.  wie  bei  den  Zw.A.  ein  gleichmäßiges  ruhiges  Ansteigen.
Die  N.Zw.A.  vermehrten  ihren  Bestand  von  20,7  Milliarden  auf  32,4
Milliarden  mit  11,7  Milliarden  oder  um  rund  56  0/ o r  tzej  einem  Steigen
ihres  Mobiliarbestandes  von  4,8  Milliarden  auf  8,4  Milliarden  um
3,6  Milliarden  oder  um  rund  80  °/o  und  einer  Erhöhung  des  Jmmobiliarbestandes
  von  16  Milliarden  auf  etwa  24  Milliarden  um  8  Milliarden
oder  um  50°/o.  Die  Zwangsanstalten  vermehrten  ihren  Bestand  von
30,8  Milliarden  auf  43,1  Milliarden  um  12,3  Milliarden  oder  um
rund  40  °/o.  Es  zeigt  sich  also,  daß  die  N.Zw.A.  ihren  Bestand  verhältnismäßig ­
  in  stärkerem  Maße  vermehrt  hatten  wie  die  Zw.A.  Insbesondere ­
  zeigt  der  Fahrnisversicherungsbestand  ein  verhältnismäßig  belangreiches ­
  Anwachsen.  Den  Hauptanteil  am  Gesamtbestand  mit  fast
neun  Zehntel  hat,  der  geschichtlichen  Entwicklung  entsprechend,  die  Immobiliarversicherung; ­
  sie  belief  sich  Ende  1910  auf  67  Milliarden.  Auf
die  Fahrnisversicherung  entfielen  9—-ll°/o  des  Gesamtbestandes;  Ende
1910  waren  es  8,4  Milliarden.  Das  Verhältnis  des  Anteils  an  dem
Gesamtbestande  der  Gebäudeversicherungen  der  Zwangsanstalten  zu  demjenigen ­
  der  N.Zw.A.  betrug  fortlaufend  nicht  ganz  2:1,  so  daß  auf  die
Zw.A.  die  größere  Hälfte  des  Gesamtgeschäfts  der  öffentlichen  Anstalten ­
  entfällt.  Das  Verhältnis  der  Gebäudeversicherung  zur  Fahrnisversicherung ­
  bei  den  N.Zw.A.  betrug  früher  3,5  :  1,  hat  sich  aber  im
Laufe  der  Jahre  verschoben,  so  daß  es  1910  nur  noch  fast  3  :  1  betrug.
Daraus  ergibt  sich,  daß  der  Anteil  der  Fahrnisversicherung  am  gesamten
Bestände  der  N.Zw.A.  langsam  gewachsen  ist.  Immerhin  aber  liegt  der
Schwerpunkt  des  öffentlichen  Feuerversicherungswesens
nach  wie  vor  in  der  Gebäudeversicherung,  welche  für  34  Anstalten
das  ausschließliche  Betätigungsfeld  ist.
Vergleicht  man  den  Umfang  der  Gebäudeversicherung  der  N.Zw.A.
und  Zw.A.  miteinander,  so  ergibt  sich,  daß  die  Zw.A.  mit  ihrer  guten
Risikenmischung 17  etwa  vier  Siebentel  des  gesamten  Versicherungsbestandcs
  aller  öffentlichen  Anstalten  umfassen.
Das  Überwiegen  der  Gebäudeversicherung  dürfte  es  vielleicht  erklärlich
machen,  daß  die  ö.  F.A.  im  Verhältnis  zu  den  Privatversicherern  nur
in  sehr  geringem  Umfange  von  der  Rückdeckung  Gebrauch  machen.  Im
Jahre  1910  waren  nur  8,3  °/o  des  gesamten  Bestandes  rückgedeckt  und
zwar  6,89  °/o  bei  der  Rückversicherungsabteilung  des  Verbandes  der

n  Weil  alle  Gebüudcrisiken  des  betreffenden  Gebietes  umfaßt  werden.
            
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