Object : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

FKANKKEICH.  —  Militär  Landmacht).

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Infanterie  ....
Cavallerie  ....
Artillerie  ....
Pioniere  und  Sappeure
Kosacken  ....

Franzosen
330,000
72.500
33.500
4,000

Kanonenzahl

Zusammen

440,000
1,200

Verbündete
304,500
76.000
30,500
22.000
403,000~
1,3S8

Berücksichtigt  man  den  Werth  des  einheitlichen  Oberbefehls  bei  den
Franzosen;  dann  das,  jede  Wirksamkeit  der  »Nordarmee«  (von  132,00(1
Mann)  hemmende  Benehmen  Bernadott^’s,  so  befand  sich  Napoleon  keineswegs ­
  in  einem  ungünstigen  Verhältnisse.  Erst  zur  Zeit  der  Leipziger
Schlacht  war  die  Ueberlegenheit  der  Verbündeten  erdrückend.  Als  dieselben ­
  aber  1814  in  Frankreich  eindrangen,  zählten  ihre  Heere  kaum
-<•0,000  M.,  und  dieser  schwachen  und  theilweise  ganz  schlecht  geführten ­
  Macht  konnte  der  Gewaltige  nicht  mehr  widerstehen.
Nach  der  Restauration  ward  die  Armee  vernachlässigt.  So,  wie
unter  Napoleon  das  Militär,  waren  nun  Geistlichkeit  und  Adel  die  hervorragenden ­
  Stände.  Die  Linientruppen,  ohnehin  der  Zahl  nach  sehr
vermindert,  sahen  sich  den  Garden,  besonders  den  Schweizern,  nachgesetzt. ­
  Allein  die  ausdrücklich  verheissene  »Abschaffung  der  Conscription«
erfolgte  dennoch  nicht.  Zum  Umstürze  der  spanischen  Cortesverfassung
(1823)  genügten  höchstens  80,000  Mann;  zur  Expedition  nach  Morea
(1828)  18,000,  zur  Eroberung  Algiers  (1830)  34,000.—  Die  Julirevolution
  bewirkte  Abschaffung  der  Garden.  Dagegen  verstärkte  Ludwig
Philipp  die  Linienarmee.  In  Algerien  befanden  sich  wiederholt  gegen
00,000  M.  Der  Gedanke,  nach  der  Februarrevolution  von  1848  das
stehende  Heer  durch  ein  Volksheer  zu  ersetzen,  ward  nie  verwirklicht.
Unter  Ludwig  Napoleon  fand  sofort  Truppen-Vermehrung  statt.
Vor  Allem  ward  (1.  Mai  1854)  die  Kaisergarde  wieder  hergestellt.  Sodann ­
  erforderte  der  orientalische  Krieg  bedeutende  Anstrengungen  ;  man
behielt  die  Ausgedienten  bei  den  Fahnen,  und  erhöhte  bei  drei  Altersdassen ­
  die  gewöhnliche  Jahresaushebung  von  80,000  auf  140,000.  —
Nach  dem  Berichte  des  Kriegsministers  an  den  Kaiser  vom  Oct.  1850
sind  im  Ganzen  :

,  ,  ...  ,  Soldaten
nach  dem  Orient  abgegangen  300,268
daher  zurüekgekehrt  .  .  .  227,135
Einbusse  .  .  .  "

Pferde
41,074
9,000

Material
507,686  Tonnen
126,850

b2,133  32,074  470,836  -
1  ^torisch  hat  man  aber  nur  die  Land-  und  nicht  auch  die  Seesoln
  er  c  sic  tigt,  von  welchen  letzten  nach  einer  andern  Notiz  4849
um  amen.  le  Verstümmelten  oder  wegen  Krankheit  nach  Hause  Genicht
  eingerechnet  ;  aus  dem  ministeriellen  Berichte
zn  er.se  en,  dass  bereits  vor  Abschluss  des  Friedens  05,009  nach
er  Heimath  entlassen  worden  waren.  Dies  lässt  annehmen,  dass  der
orient.  Krieg  wenigstens  150,0(»0  jungen  Franzosen  das  Leben  oder  die
esundheit  gekostet  hat.  Unter  den  vor  dem  30.  März  1850  Umgekomwenen
  befanden  sich,  ausser  den  Verschollenen  und  den  SchiATirüchigen  :
284  Officiere,  wovon  14  Generale  und  20  Stabsofficiere,  dann  4403
Unterofficiere  und  50,805  Soldaten.  In  der  nemlichen  Zeit,  in  welcher
            
24 134*278 Einwanderern im Jahre 1879 waren 1034 höhere männliche ­ Professionisten, darunter 847 Ingenieure, 149 Lehrer, 28 Architecten, 30 Chemiker, 41 Aerzte, 7 Thierärzte; dazu kamen eine Lehrerin, dann 21,707 männliche, 127 weibliche gelernte Handwerker, worunter 738 Bäcker, 951 Schmiede, 422 Brauer, 998 Fleischer, 1536 Zimmerleute, 236 Cigarrenmacher, 458 Maschinenbauer, 295 Tischler, 141 Juweliere, 303 Schlosser, 805 Maschinisten, 633 Maurer, 5070 Bergleute, 370 Former, 313 Müller, 381 Maler und Anstreicher, 196 Drucker, 117 Puddler, 1079 Schneider, 949 Weber, 189 Uhrmacher; endlich stossen wir auf 13.170 Farmer (!!), 337 Gärtner, 450 Matrosen, 24.920 Arbeiter, meist Landarbeiter. Im Ganzen wanderten 69.366 erwachsene Männer, wovon 23.341 Professionisten und gelernte (skilled) Handwerker, 35.325 Frauen, wovon 17.052 verheirathet und 128 gelernte Arbeiterinnen und nur 29.587 Kinder ein. # Von dieser werthvollen Arbeiterzahl wurden durch das Arbeitsnachweisebureau 16.533 untergebracht, davon 11.920 in New-York und 3.231 in New-Jersey. Da diese Arbeiter niedrigere Löhne erhalten, als andere derselben Qualität, so lange sie sich noch nicht auskennen, so zieht New-York und Umgegend hieraus schon einen grossen Nutzen. Diese Einwanderer verzehren in den Boardinghäusern doch erhebliche Summen und lassen Geld für Einkäufe in New-York. Endlich gehen die Meisten nach kurzem Aufenthalt ins Innere und kaufen in New-York t heil weise die Billets. Die Central-, Pennsylvania- und die Erie-Bahn haben concessionirte Agenten in Castle Garden, welche von jedem Billet, das sie an Auswanderer verkaufen, eine Provision beziehen. Die Halter ­ von Boardinghäusern beschäftigen sich auch mit dieser einträglichen Vermittlung. Den Rest des Passagiergeldes ins Innere beziehen jene drei Bahngesellschaften, welche jede eine nach Chicago führende Linie haben. Die meisten Actionäre und die Directionen derselben wohnen in New-York und verdienen ­ natürlich viel mehr an dem Fahrgelde, als die Stadt New-York für Castle Garden zuschiesst. Emigrantenzüge werden von allen dreien nach Chicago
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