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frage, die vergleichende Gegenüberstellung von Quantitäten, deren
Bindeglied der Preis ist, als entscheidendes Kriterium dieser
Theorie ansieht. Daß die „wertunbetonte‘“ Theorie Cassels von
dieser Auslegung nicht weit entfernt ist, braucht wohl kaum noch
gesagt zu werden. Erreicht ist diese Annäherung, die nur scheinbar
willkürlich ist, durch ein Geringes: die Aufgabe der Ur-Sache,
der psychischen Substanz”).
Von diesem Standpunkt, der tatsächlich bestehende, aber
für das Resultat relativ unbedeutende Differenzen der theoretischen
Systeme abzuschwächen sich bemüht, wird es klar, daß die „wert-
unbetonte‘““ Theorie für unser Problem keine nennenswerten Ver-
änderungen Bringt. Noch bestimmter drängt sich uns die schon
festgestellte Tatsache auf, daß die Erscheinung beschränkter Kon-
kurrenz für die moderne Theorie nichts Ungewöhnliches ist. Ja,
sie ist sogar die Regel und muß es auch sein, wenn die Theorie die
seit den Klassikern vor sich gegangenen auffallenden Veränderungen
der Wirklichkeit gerade in diesem Punkte auch nur annäherungs-
weise in ihr System einbeziehen will. Cassel hat denn auch aus-
drücklich erklärt?), daß die bisher in der Theorie übermäßig in
den Vordergrund gerückte Voraussetzung freier Konkurrenz für
ihn bedeutungslos sei, da jeder Preis durch das Element der Knapp-
heit für sich hinreichend bestimmt werde. Die mangelnde Inter-
dependenz der Preise, besonders der fehlende Zusammenhang
zwischen den Preisen der Produktionsfaktoren und denjenigen der
Produkte ist demnach kein Störungsfaktor des Systems.
Bezüglich der „supplementären‘ Preisprinzipien Cassels
sei hier noch beiläufig erwähnt, daß sie im gewissen Sinne das
Knappheitsargument ergänzen sollen. Sie beziehen sich jedoch
weniger auf Kokurrenzerscheinungen, sind vielmehr vornehmlich
Variationen desselben Grundgedankens bei verschiedener technischer
Effizienz. Bei unseren statischen Voraussetzungen ist übrigens
hauptsächlich das „„‚Differentialprinzip‘ erwähnenswert; €$ ist die
Formulierung der uns bekannten Erscheinung, daß sich die Preis-
bildung an der Grenze der Produktion vollzieht, will sagen, daß
die höchsten Kosten die Preisbemessung beeinflussen. Daß letztere
ı) Vgl. auch Schuster, Untersuchungen zur Frage der Möglichkeit einer theo-
retischen Wirtschaftswissenschaft. Arch. f. Sozialw., 49. Bd.
2) Val. Cassel, a, a. 0. Si 108 ff.
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