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durfte 1 ), dafür Eekognitionsgebühren eingeführt worden waren oder
auch wohl ein bestimmter Teil des vorübergeführten Guts gegen
Bezahlung abgenommen wurde 2 ), dafs wo früher der reisende Kauf-
t) Z. B. Lacomblet, Urkundenbuoh für die Gesch. d. Niederrheins,
Bd. II, Nr. 469; Estor, Teutsche Reohtsgelahrtheit, 1767, III. Bd., S. 276;
K. F. Kl öden, Über die Stellg. d. Kaufm. währ. d. Mitt,eialt., III. St.,
Berlin 1843, S. 22 ff.; (C. F. Wurm, F. Th. Müller u, a.), Die Aufg. d.
Hansest. gegenüb. d. Zollverein, Kommissionsber. d. V. S. d. Hambg. Ges. z.
Bef. d. Künste u. nützl. Gewerbe, Hambg. 1847, S. 26. Der Stapelzwang der
Seestädte ist in zwei bedeutenderen Ausnahmen länger als die sonst zählebigsten
Flufsstapel bis 1863 formell und zum Teil praktisch in den alten mecklen
burgischen Hansehäfen Wismar und Rostock erhalten geblieben, die den Markt
zwang sehr scharf gehandhabt haben, Proprehandel im alten Sinne aufrecht
halten, ihren Hafen nur den eigenen Bürgern reservieren, wofür nachdem
Differenzierung in Zoll eintreten kann und alle ungewöhnlichen Häfen als
Klipphäfen unterdrücken. Das Stapelrecht in seiner Anwendung gegen die See
konkurrenz ist im übrigen altes Herkommen sowohl in Lübeck wie in Hamburg und
in Bremen, das unter Beziehung auf seine Hoheitsrechte aus dem gefälschten
Privileg von 1111 [vgl. dazu (Heinr. Meier), Assertio libertatis reip. Bremensis,
Bremen 1646 (1661), S. 341 ff., 760, 898 (— weitere bremische und erz
bischöfliche Streitschriften W. v. Sippen, Gesch., II. Bd., S. 263, 389, III. Bd.,
S. 56—58, oldenburgisch-bremische im folgenden—), auch Philipp Knip
se h i 1 d t, de juribus et privilegiis civitatum imperialium tractatus, Ulm 1657,
lib. III, cap. VI, no. 23 sequ., 65, 68, 69, p. 74 sequ.], das ius prohibendi
navigationem mit einem Ausdruck, der auch in mecklenburgischen Quellen be
gegnet, in Anspruch nimmt. Vgl. a. Wilh. Lüders, Meklenburgs Zoll-,
Steuer- und Gewerbeverhältnisse, 1842, S. 77 u. a.; Jahresbericht des Preufs.
Konsulats zu Rostock für 1859, Preufs. Handelsarchiv, Jahrg. 1860, II. Hälfte,
S. 356; K. Koppmann, Z. Gesch. d. meklenb. Klipphäfen, Hans. Geschichts
blätter, Jahrg, 1885, S. 103 ff.; Friedrich Techen, Über Marktzwang u.
Hafenrecht i. Meklenbg., ebenda Jahrg. 1908, S. 95 ff.; Max Peters, D.
Entw. d. d. Reederei, Jena 1899—1905, II, Bd., S. 72; Statistik d. d. Reichs,
N. F., Bd. 39, d. Stromgeb. d. d. Reiches, Teil II., Abt. a, Gebiet d. Elbe u. d.
Küstenflüsse d. Nordsee nördl. d. Elbe, Berlin 1900, S. 115; H. Motz, Bremen
im Jahre 1663, Ber. d. Grafen Priorato, Brem. Jahrb., VI. Bd., S. 17;
Petrus Friderus Mindanus, de processibus, mandatis et monitoriis in
imperiali camera extrahendis, Frankf. a. M. 1601, lib. III, cap. 15, sect. 4,
num. 8 in fin., p. 103; Von ein. Hochgräfl. Oldenb. Ministris spargirte Articul
Mit Stadt Bremischen Gegen Sätzen, Bremen 1657, S. 14 ff. etc.; v. Nettelbla,
Nachricht von dem Rechtsstreit zw. d. Reichs-Stadt Bremen u. d. Stadt Minden,
in Greinir, Flockr. HL, Stockholm 1765, Nr. I. Bremer Stapelakten Handels
kammer Arch. Coli. Sen. und Staatsarch. u. a.
2 ) Noack, D. Stapel- u. Schiffahrtsreoht Mindens, Quellen u. Darstell.
a - d. Gesch. Niedersachsens, hrsg. v. histor. Ver. f. Niedersachsen, Bd. XVI,
1904, S. 36 u. a.; Limnaeus, Capitulationes imperatorum et regum Rom.-
Germ., 1651, p. 671; Praes. Textor, Scheid, de jure stapulae, Diss. Heidel
berg 1673, p. 23, 25; (Born), Vom Stapelrechte der alten Stadt Magdeburg,
I^IS, S. 64; Willig er od, Gesch. v. Münden, 1808, S. 180, u. a.; fHandschrift
Syndicus Heinekens Origin.-Ber. üb. d. Brem. Stapelrecht, 1818, Nov. 8.,
Brem. Staatsarch.).