schieden ist von dem, der die Menschen zur Festlegung des
Preises veranlaßt... Da die wichtigsten Einflüsse diejenigen
sind, deren Wirkungen die Tendenz haben, während langer
Zeitperioden anzuhalten, während als Einflüsse von sekundärer
Bedeutung solche anerkannt werden, deren Wirkungen
von kürzerer Dauer sind, so kann das Verfahren, auf
das wir hingewiesen haben, in Abhängigkeit von der Zeit
ausgedrückt werden. Man kann mit anderen Worten sagen,
daß man, um die «normalen» Gesetze für den Preis zu erhalten,
den Markt während einer genügend langen Zeitperiode
betrachten muß; daß man aber, um eine Erklärung
für die mannigfachen Abweichungen der Preise unter dem
Einfluß von Erscheinungen sekundärer Bedeutung, — Erscheinungen,
die man gegenüber den von wichtigen Einflüssen
herrührenden als störend und verwirrend bezeichnen
kann, — zu erhalten, den Markt während kürzerer
Zeitperioden betrachten muß. Die einzig zulässige Unterscheidung
ist also nicht die zwischen Tauschwert und Preis,
sondern zwischen Preis in Abhängigkeit von genügend langen
Zeitperioden und Preis in Abhängigkeit von kurzen
Zeitperioden». *)
Kein Argument eignet sich besser zum Beweis, daß die
einzige logisch haltbare Unterscheinung zwischen Tauschwert
und Preis diejenige ist, die wir verteidigt haben und
verteidigen, als das, mit dem wir uns gegenwärtig beschäftigen.
b) Normale und störende Ursachen.
Gesetzt, daß die Preise in bezug auf kurze Zeitperioden
Schwankungen aus in gewissem Sinn störenden Nebenursachen
erleiden, während. die Preise in bezug auf lange
Zeitperioden (d. h. die Tauschwerte) von wesentlichen
Hauptursachen bestimmt werden, würden die ersteren das
darstellen, was für den Pendel die zufälligen Schwingungen
sind, und die letzteren das, was für den Pendel die
Gleichgewichts-Stellung ist.
Alles kommt also nur darauf an, sich darüber zu verständigen,
welche. Ursachen als nebensächlich, zufällig,
störend und welche als tieferliegend, permanent... normal zu
betrachten sind.
1) «Preis und Mehrpreis in der kapitalistischen Wirtschaft».
Berlin - Prager, Seite 39-40.
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