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zur Erkrankung der Reispflanze unter den Erscheinungen der
Brusone führt. Es handelt sich bei dieser Bezeichnung offenbar
um eine Zusammenfassung sehr verschieden verursachter Schädi-
gungen, die äußerlich ein ähnliches Krankheitsbild zeigen: Die
Blätter bekommen rostfarbige Flecke, so daß ein krankes Feld
schließlich wie verbrannt aussieht; die Halme werden schwarz
und schlaff, und die Knoten schwellen an; auch die Wurzeln
gehen unter Schwärzung zugrunde. Wo die Brusone auf Sauer-
stoffmangel im Boden zurückzuführen ist, wird Durchlüftung
empfohlen; ferner langsame Bewegung des Berieselungswassers,
um die sauerstoffbereitenden Algen aus dem Boden nicht auf-
zuschwemmen. Schließlich soll mit Stickstoffdüngung maß-
gehalten werden. In Italien ist die Brusone in den letzten Jahr-
zehnten infolge der besseren Bodenbearbeitung seltner und
schwächer aufgetreten.
Öfter ist im Laufe der Darstellung hingewiesen worden auf
den Schaden, den die Reiskultur durch extreme Wirkung der
meteorologischen Vorgänge nehmen kann: Mangel oder Überfluß
an Wasser, Stürme, Kälte, Wolkenbedeckung usw. Ausführ-
licher kann hier darüber nicht gesprochen werden.