Full text : Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

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(1449) 1876 Mai 25

Brief an Pio (der Montag abgereist). Es ist dies eine phäntastische
Vorstellung, daß ich jetzt dergleichen Gastvorstellungen geben
könne. Unser Park ist heute mit Brettern geschlossen. Komisch,
wie in England die altgermanischen Gebräuche als Curiosa fortdauern.
 Es ist dies die Bewahrung des „echten freien Eigen“
durch Umzäunung und daher Scheidung aus der gemeinen Mark.
Pumps hat lange Briefe an meine Frau und Tussy geschrieben.
Wenn’s auch mit der Orthographie hier und da hapert, so hat sie,
was viel wichtiger, wahrhaft staunenswerte Fortschritte in Stil und
Beweglichkeit des Ausdrucks gemacht.
Beste Grüße an Madame Lizzy.
Dein Karl Marx.

Welcher Esel ist der Dizzy geworden! In diesem Moment, wo
England ganz isoliert, besteht er darauf, etwas über ein Dutzend
Fenians für sich zu behalten!
Was den „Richter“ betrifft, so sollte Liebknecht bei solchen
Warnungen sich nicht auf bloße hints beschränken. Die Möglichkeit
 existiert, daß mein Adreßbuch mit Richter] fortgewandert
ist; doch glaub ich’s einstweilen nicht.
Daß Eichhoff für Arnim arbeitet, war uns ja lang vor Liebknecht
 bekannt und ist bei Elichhoff]s Haß gegen Bismarck und
Stieber durchaus nichts Verwunderliches. Notabene, in der
Frankfurter Zeitung steht preußischer Steckbrief gegen Arnim,
 wonach ihm sein Geld abgenommen und er an die Berliner
Polizei ausgeliefert werden soll, den auswärtigen Behörden aber %
Rückerstattung der Kosten und gegenseitige Gefälligkeit zugesichert
 werden! (Dies von wegen seiner schon abgeurteilten Urkundenunterschlagung.)


1450. Engelsan Marxin London; Ramsgate 1876
Mai 928.

R[amsgatel, 28. Mai 1876.
Lieber Mohr,

Du hast gut sprechen. Du kannst im warmen Bett liegen —
russische Bodenverhältnisse im Besondern und Grundrente im
Allgemeinen treiben und nichts unterbricht Dich —, ich aber soll #
auf der harten Bank sitzen und den kalten Wein saufen, plötzlich
wieder Alles unterbrechen und dem langweiligen Dühring auf den
Pelz rücken. Indes, es wird wohl nicht anders gehn, wenn ich
mich auch in eine Polemik einlasse, deren Ende gar nicht abzusehn
 ist: ich bekomme sonst doch keine Ruhe, und dann hat mir

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