Full text: error

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Königsbergers nachgezeiebnet worden, der Stoff der Wert 
lehre ist nach den tiefen Gesichtspunkten seines Den 
kens eingeteilt worden. Es hat sich auch dem Verfasser 
des Vorliegenden immer mehr die Überzeugung auf 
gedrängt, daß der Streit zwischen den verschiedenen 
Werttheorien, besonders der Kostenwert- und der Grenz 
nutzentheorie, die sogenannte Wertkontroverse, allein aus 
dem Grunde entstanden ist, daß die betreffenden Schulen 
eigentlich nur einzelne Prämissen, einzelne Seiten in 
der Wertbildung aufgefaßt haben, ohne die Synthese 
ihrer gegenseitigen Bedingtheit zu ziehen. Der Stoff 
wird hier in vier Abschnitte eingeteilt, nach Beispiel 
der Kantschen Analyse des Schönen in der Kritik der 
Urteilskraft (Reclam, S. 43-—89). 
Die einzelnen Abschnitte dieser Arbeit sind nicht 
einzelne unzusammenhängende Teile, sondern sind nur 
einzelne Äußerungen und Seiten des einheitlichen Lebens 
prozesses der menschlichen Gemeinschaft auf dem Gebiete 
der Wertbildung. Nur die Wissenschaft sucht das 
Ganze des Lebens in seine Teile zu zergliedern, ebenso 
wie die Kunst einzelne Momente des Seins auffaßt und 
kristallisieren läßt, während der Fluß des Lebens als 
eine Einheit dynamischer Prozesse vor sich geht. 
Der Plan der Arbeit in dieser Abhandlung ist: 
Erstes Kapitel. Die Seite des Bedürfnisses 
oder der Nachfrage, des Bedarfs. Das ist vorwiegend 
ein individualpsychologisches Problem, gleichsam der 
Qualitätsbegriff in der Wertlehre, wo das Grenznutzen 
moment als die erste Prämisse der gesellschaftlichen 
Wertsynthese zu beachten ist. 
Zweites Kapitel. Die Seite des Angebots, der 
Deckung und der arbeitsteiligen Produktion, ein vor 
wiegend ökonomisch-technisches Problem, überhaupt der 
eigentliche Quantitätsbegriff in der Wertlehre und 
Sozialökonomik, wo das Grenzkostenmoment (Marginal-
	        
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