8 47. Die Rückströmung der Bankzahlungsmittel. 6)
lichen Rückströmung und der Gesamtsumme der ausstehenden Bankzah-
lungsmittel, Wenn z. B. !/,9 der gesamten ausstehenden Bankzahlungs-
mittel täglich an die Banken zurückkehrt, ist die Rückströmungs-
geschwindigkeit = */,. Die durchschnittliche Umlaufszeit der Bank-
zahlungsmittel ist offenbar der reziproke Wert dieser Rückströmungs-
geschwindigkeit, also im angenommenen Beispiel gleich dreißig Tage.
Ähnlich kann man die Liquidität der Aktiva als die Quote
zwischen der Summe der täglich zur Zahlung verfallenden Vorschüsse
und der Gesamtsumme der Vorschüsse definieren. Wenn täglich 140 der
Vorschüsse zur Zahlung verfällt, ist also die Liquidität gleich 1/0. ‚Die
durchschnittliche Laufzeit der Vorschüsse ist der reziproke Wert der
Liquidität, also im angenommenen Falle gleich sechzig Tage.
Da die absolute tägliche Rückströmung der Bankzahlungsmittel
gleich der Summe der täglich verfallenden Vorschüsse sein muß, so ist
offenbar bei den angegebenen Ziffern die Gesamtsumme der Vorschüsse
doppelt so groß, wie die Summe der ausstehenden Bankzahlungsmittel.
Allgemein muß die Rückströmungsgeschwindigkeit der Bankzahlungs-
mittel gleich sein der Liquidität der Vorschüsse, multipliziert mit dem
Verhältnis zwischen der Summe der Vorschüsse und der Summe der
Bankzahlungsmittel. Da ferner die Summe der Vorschüsse die Aktiva
der Banken repräsentiert und also gleich ist der Summe der Passiva
(darunter das eigene Kapital der Banken mit einbegriffen), so ist das
letztgenannte Verhältnis gleich der Quote zwischen der Gesamtsumme
der Passiva und der Summe der Bankzahlungsmittel, also gleich dem
Verhältnis zwischen den gesamten Passiva und den stets fälligen Ver-
bindlichkeiten. Die Rückströmungsgeschwindigkeit der Bankzahlungs-
mittel ist also gleich der Liquidität der Vorschüsse, multipliziert mit der
Quote zwischen den gesamten Passiva und den stets fälligen Verbind-
lichkeiten. Je größer die Liquidität der Vorschüsse und je kleiner der
Teil, den die stets fälligen Verbindlichkeiten von den gesamten Passiva
ausmachen, desto größer ist also die Rückströmungsgeschwindigkeit
der Bankzahlungsmittel.
Nehmen wir, um dieses Verhältnis durch ein einfaches Beispiel
näher zu beleuchten, an, daß die stets fälligen Verbindlichkeiten !/, der
gesamten Passiva entsprechen, und daß die Liquidität der Vorschüsse
*/,o ist, oder mit anderen Worten, daß die durchschnittliche Laufzeit der
Vorschüsse neunzig Tage beträgt! Wenn jeden Tag Vorschüsse mit
neunzigtägiger Verfallzeit in einem Betrage von einer Million bewilligt
und in Bankzahlungsmitteln ausgezahlt werden, beträgt offenbar die
Gesamtsumme der gleichzeitig ausstehenden Vorschüsse neunzig Milli-
onen Mark und die Summe der Bankzahlungsmittel 1/, dieses Betrages,
also achtzehn Millionen Mark. Da nun unter den angegebenen Voraus-
setzungen jeden Tag Vorschüsse zu einem Betrage von einer Million
Mark verfallen und in Bankzahlungsmitteln eingezahlt werden, so muß
Cassel, Theoret, Sozialökonomie, 4, Aufl, 5
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zb