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(ş- d.) vermachte Scheel 2000 Thlr. zur Unterhaltung zweier vater
losen Waisen, die der Propst von Köln vorzuschlagen hat.
I. H. Scheel,
Banquier zu Berlin, vermachte mittelst Testaments vom 27. Oktober
1781 dem Schindlerschcn Waisenhause 6000 Thlr. in Gold, indem
er den Wunsch aussprach, daß von den Zinsen zwei Knaben mehr in
der Anstalt erzogen werden möchten.
Scheelesches Vermächtnis;,
von 300 Thlr. Die Zinsen werden jährlich durch den Magistrat zu
Demmin unter die dortigen Armen vertheilt.
Schee rer scher Stipendien-Fonds zu Erfurt.
Er gewährt von den Zinsen an einen oder mehreren Studirendcn der
Theologie jährlich 21 Thlr., sowie zur Unterstützung armer Knaben
bei Erlernung eines Handwerks 7 Thlr.; der Rest wird zur Vermeh
rung des Kapitals (welches jetzt 1172 Thlr. beträgt) und zu Verwal
tungskosten verwendet.
' Sch effelsches Stipendium zu Greifswald,
von dem Profeffor der Medizin, Dr. Scheffel herrührend. Kapital
1000 (jetzt 1500) Thlr.; die Universität hat die Kollation mit Berück
sichtigung der Söhne der Professoren; Descendenten des Stifters kon-
kurriren mit ihnen.
Joseph Scheffel,
Hausbesitzer und Partikulier zu Landcshut legirte (1863) der katholi
schen Schule in Liebau 100 Thlr., deren Zinsen zur Anschaffung der
nothwendigen Schulbücher für arme Schulkinder dienen sollen.
Scheibesche Stiftung zu Bojanowo,
von dem Kaufmann Scheibe herrührend. Kapital 500 Thlr., von
bereit Zinsen für 10 arme christliche Kinder das Schulgeld bezahlt wer
den soll. Steht unter Verwaltung des Magistrats.
Scheibert-Kleinsorge- Stiftung,
bei der Friedrich-Wilhelms-Schule zu Stettin. Bei der Feier des
25 jährigen Bestehens dieser Anstalt (15. Oktober 1865) von dem Kauf
mann E. R a b b o w nnd andern ehemaligen Schülern mit 2500 Thlr.
begründet, führt sie den Namen der beiden Direktoren der Anstalt. Die
Zinsen sind mit f zu Studien-Stipendien, mit ) zu Freistellen für
Friedrich-Wilhelms-Schüler zu verwenden.
Sch ei dsche Vermächtnisse.
Rentner Bernhard Scheid, chzu Leubsdorf (Neuwied) 1858 mitHintcr-
laffung eines Vermögens von etwa 100,000 Thlr., dotirte die Stelle des
dortigen Geistlichen mit 5000 Thlr., den Armen aber vermachte er
4000 Thlr., deren Zinsen zunächst an seine Haushälterin» fallen, später
unter Zuziehung des Geistlichen an die Armen des Orts vertheilt wer
den sollen. In Linz a. Rh. besteht ein für die Armen bestimmtes Le
gat der Jungfrau Elisabeth Scheid (f 19. Juli 1832) von 1000 Thlr.