Object: Kurzer Bericht über Arbeiten zu Eignungsprüfungen für Flieger-Beobachter

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W. Benary. 
[16, 298] 
D. 7. Gleich. Wie in voriger Karte (längeres Vergleichen). 
D. 8. Gleich. Ich vergleiche auf jeder Kartenseite die beiden Drei 
ecke untereinander in derselben Figur und fand, dafs das rechte etwas 
kleiner erscheint. Ich fand in der anderen Figur dasselbe. Urteilte daher 
gleich. 
D. 9. Linkes Dreieck verschieden, in der Gesamtflgur gesehen. Bei 
weiteren Vergleichen untere Linie als verschieden lang erkannt. 
D. 10. Obere Dreiecke verschieden. Zunächst Unterschied nicht an- 
gebbar, dann erkannt, dafs Verschiedenheit in der Gröfse des Winkels links 
besteht. 
D. 11. Gleich. 
D. 12. Gleich. 
Zusammenfassung. 
Es besteht im allgemeinen die Neigung nach dem Gesamt 
eindruck der einzelnen Dreiecke unter einem bestimmten Gesichts 
punkt zu vergleichen. Einzelheiten werden dann zur Kontrolle 
herangezogen; doch kann auch ein charakteristisches Konstruk 
tionselement das Primäre sein, und das Urteil sich danach richten. 
Die Ungleichheit wird zuweilen unmittelbar gesehen, die Gleich 
heit nur in zwei Fällen (G 5 und C 7), sonst wird sie nur geurteilt. 
Dieses Urteil kann diskursiv gebildet werden (D 6, C 9), oder sich 
auf ein als charakteristisch gefafstes Merkmal gründen (D 5, D'8). 
Ist in einem solchen Fall das Merkmal unzureichend, d. h. ist 
ein Element herausgefafst, das nicht für die Gesamtstruktur ent 
scheidend ist, so kann ein falsches Urteil herauskommen, das 
bei Wechsel des Gesichtspunkts (der in verschiedener Art mög 
lich wäre) sofort durch das richtige Urteil oder das Sehen der 
tatsächlichen Ungleichheit abgelöst wird (0 8). Der Eindruck der 
Ungleichheit kann zunächst unbestimmt sein und erst allmählich 
an einer bestimmten Zone oder in einem bestimmbaren Grade 
heraustreten. Die Wichtigkeit der Zweiteilung der Gesamtfigur 
in Dreiecke ist verschieden, wenn auch schliefslich die Dreiecke 
immer als wesentliche Träger der Struktur aufgefafst sind. Aber 
manchmal ist gerade die Art ihrer Zusammenfügung beachtet; 
in anderen Fällen sind sie dagegen stark isoliert aufgefafst. 
Einmal ist das besondere Gröfsenverhältnis der beiden Dreiecke 
in derselben Figur auf einer Kartenseite beachtet, einmal die 
Figur perspektivisch gesehen. 
Es ist deutlich, dafs nicht mit prägnanten Gestalten operiert 
wird.
	        
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