Full text: Kritische Studien zum wirtschaftlichen Problem des Zwei- und Dreischichtensystems in Hochofenbetrieben

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Im allgemeinen gilt wohl, daß hohe Ertriebswucht der 
Betriebe umschlägt, in hohe Ertragswucht der Unternehmung, 
aber ihre Grenzen findet die Steigerung der Rationalität 
zur Erhöhung der Ertriebswucht doch daran, daß sie sich 
„noch vertragen“ muß mit der „Kapitalkraft“ der Unter- 
nehmung, „mit den Verhältnissen ihres inneren Aufbaues“, 
ihrer Lage, „ihres Absatzes“ usw.... Bei unserem Unter- 
suchungsobjekt handelt es sich um einen einzelnen Betrieb 
innerhalb einer Unternehmung. „Von der Rentabilität des 
Einzelbetriebes ... kann man nur in einem rechnungs- 
mäßigen Sinne sprechen“, und zwar besteht sie in dem 
Grade, „als der spezifische Aufwand des Betriebes, wenn 
man ihn auf dem Fuße -der Einkaufspreise veranschlagt, 
zurückbleibt hinter dem Verkaufspreise des Produktes. 
Soweit sich hier eine Restgröße ergibt, stellt sie den rech- 
nungsmäßigen Gewinn des Betriebes dar. Im Ausmaß 
dieses Gewinnes läßt sich die Rentabilität der Unternehmung 
dem einzelnen Betriebe zurechnen“. 
In unserem Falle geht die Fragestellung also dahin, 
wie sich der rechnungsmäßige Gewinn des Hochofenbetriebes 
unter dem Zweischichtensystem und unter dem Drei- 
schichtensystem gestellt hat, und zwar unter besonderer 
Berücksichtigung der Einwirkung, die der Lohnaufwand 
bei Veränderung der Arbeitszeit auf die Gestaltung des 
rechnungsmäßigen Gewinnes genommen hat bzw. nehmen 
kann. Diese rechnungsmäßige Darstellung der Rentabilität 
des Betriebes ist nur möglich bei Verrechenbarkeit aller 
Aufwände beim Produzieren, z. B. an Arbeitsmengen, 
Material usw. Zur Tatsache wird die Verrechenbarkeit 
„inmitten der heutigen Wirtschatt so, daß man alle Auf- 
wände... als Preisgrößen veranschlagt“ !), die „daraufhin 
einheitlich Kosten, „Geldsummen“ ?) werden“, die man als 
die sog. Selbstkosten zusammenfaßt. 
’) v. Gottl-Ottlilienfeld, Wirtschaft und Technik, S. 19. 
?) v. Gottl-Ottlilienfeld, ebenda, S. 18.
	        
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