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Afterverleihung zu zahlen hat und sonst drücken eigen und Eigentum 
den Gegensatz des Rechts an dem unmittelbar verliehenen Felde zum 
afterverliehenen Felde aus. 
Die Richtigkeit dieser Ansicht dürfte sich aus nachstehenden Stellen 
ergeben. Freiberger Bergrecht Abschnitt I Kap. 32 x ; 
„Ist daz yemandt seyner teyl verlyhet eynem andern, iz sy an 
bergen, Stollen adir lehen, um eyn eygenschaft, sy sy gros adir 
kleyne, yst daz jener, der sy zcu lebenschafftyn entphahen hat, 
ym seyner eygenschaft nycht angybt, sy sy gros adir kleyne, 
wenig adir viyl, er verlyget sie mit rechte und dy lehenschaft 
do myte.“ 
Const. Metallicae Wenzeslai II, Hb. III, cap. 1 1 2 
„laneos autem pro certa proprietate concessos. “ 
Jura et libertates Silvanorum 3 : 
„Id ne mach nen medinge (Mietung, conductio) noch nen lenscap 
(Dehnschaft) nen eghen (eigen) krieghen, wen en eghen en eghen.“ 
Wer seine Grube (vom Hauptbeliehenen) in Pacht oder Dehnschaft 
hat, kann kein eigen damit gewinnen; Goslarer Berggewohnheiten 4 5 : 
Art. 10. „Wur en medinge oder eghen lieft an kameren oder 
an delen (Teilen).“ 
Art. 26. „Et en mach nement vor del to ener groven gheven 
so en hebbe dar medinge oder lenscap oder eghen oder len.“ 
Diesem Sprachgebrauche entsprechend nahm eine ältere Theorie 
in vielen Fällen und namentlich im Dehenrechte ein geteiltes, ein mehr 
faches Eigentum an derselben Sache an. Dieser Theorie huldigte noch 
das Preußische Dandrecht 6 , das sowohl dem Dehnsherrn als dem Dehns- 
vasallen ein Eigentum zusprach. Es ist deshalb nicht auffällig, daß 
das Dandrecht von einem Bergwerkseigentume spricht, obwohl es den 
Bergwerkseigentümer nur als „Dehnträger“ des Staates ansieht 6 . 
Die heutige Theorie verwirft überwiegend die Annahme eines 
mehrfachen Eigentums an derselben Sache und spricht dem sogenannten 
1 Klotzsch S. 248. 
2 S. auch lib. IV, cap. I (Schmidt I 62): 
„concessio est de persona pro quota parte lucri concessi. rei translatio 
aliam in personam. 
3 Wagner, Corp. jur. met. S. 1021 ff. 
4 Achenbach, Deutsches Bergrecht I, 246. 
5 Teil I Titel 8, §§ 16 ff. 
6 § 4 Teil I Titel 18, § 105 Teil II Titel io a. a. O.
	        
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