Anhang. Zur Philosophie der Statistik..
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Doch — sagt man — das Starre, Zurückstossende, Trockene der
Statistik bleibt immerhin. — Gerade dies ist an sich em Irrthum, so
wenig wir eine Behandlung der genannten Wissenschaft , wie dieselbe
Nutzen zu gewähren ? .
^'"%mref%ühne „praktischen Werth-^wesen s^, dass die
Statistik, wie es namentlich durch l)r. Boudin bezüglich Algeriens g
Nord- und Mitteleuropa sind? Die Statistik hat nemlich dargethan, dass,
während in Frankreich von 1 0,0U0 Einwohnern durchschnittlich im Ja ire
24UsWrbmi, v^derghddmn/^izaM m Al@;erien 527 (h^did^ilod
weggerafft werden, obwol die Colonisten in der Regel krdhigst^
Lebensalter angehören, in welchem in der Heiinath von 1 ^
100 erliegen. Als im Jahre 1853 eine Genfer Gesellschaft auf al e W .
Landleute an warb, um eine Schweizer-Colonie m der Nähe von Setif
zu begründen, war es die Statistik, welche die Beweisgründe lieferte,
um vor Betheiligung erfolgreich zu warnen. Das Missglücken des
Unternehmens ward voraus berechnet und durch eine einfache kleine Ab
handlung bewirkt, dass Tausende, welche sich zum Wegzug bereits
gerüstet hatten, ihren Entschluss erst verschoben, dann ganz aufgaben.
Von den bereits Fortgezogenen aber starben 14,2 Procent im ersten
Kolb, StatUtik, 4. Aufl. 34