thumbs : Das Unterrichtswesen Transvaals

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Man  kann  also  sagen,  daß  sie  seit  zwei  Jahrzehnten  in
quantitativer  Beziehung  stehen  geblieben  ist.
Von  größtem  Interesse  für  alle  ausländischen  Eisenindustrieen,
  die  sich  auf  den  Bezug  der  schwedischen  Eisenerze
eingerichtet  haben,  erscheint  die  Frage,  ob  Schweden  in  aller
Zukunft  die  beste  Verwertung  seiner  nationalen  Erzschätze  in  der
Erzausfuhr  finden  wird,  ob  nicht  besser  einst  schwedische  Hochöfen ­
  diese  Erze  selbst  werden  verhütten  können.
Auf  eigenen  Steinkohlen  kann  eine  schwedische  Großeisenindustrie, ­
  wie  wir  zeigten,  niemals  errichtet  werden.
Doch  ist  in  den  zahlreichen  Wasserfällen  Schwedens  eine
gewaltige  Energie  geborgen,  die  in  elektrische  Kraft  umgewandelt, ­
  den  Mangel  an  Steinkohlen  reichlich  ersetzen  könnte*).
Die  Nutzbarmachung  der  Wasserfälle  durch  Turbinenanlagen,
welche  die  Kraft  des  fallenden  Wassers  in  elektrische  Energie
umwandeln,  ist  in  vollem  Gange.  Schätzungsweise  waren  1912
etwa  3  Millionen  Turbinen-PS.  in  den  Wasserkräften  enthalten,
von  denen  allerdings  erst  der  kleinste  Teil  in  Ausnutzung  stand.
Es  kann  sich  also  nur  noch  darum  handeln,  ein  praktisch
brauchbares  Schmelzverfahren  zu  erfinden,  um  eine  schwedische
Großeisenindustrie  ins  Leben  zu  rufen^).  Die  Regierung  unterstützt ­
  eifrig  alle  Versuche,  auf  elektrischem  Wege  ohne  wesentliche ­
  Mitarbeit  des  Koks  Roheisen  zu  erschmelzen,  und  es  sind
auch  schon  bemerkenswerte  Fortschritte  gemacht  worden,  die
technischen  Schwierigkeiten  zu  heben.
Wie  steht  es  aber  mit  den  klimatischen,  Arbeiter-,  Kapitalund
  Transportverhältnissen?
Wenn  auch  zugegeben  werden  muß,  daß  die  Erze  nicht
gerade  an  der  Gewinnstätte  verhüttet  zu  werden  brauchten,  z.  B.

1)  „Schlesische  Zeitung",  No.  82,  2.  Februar  1913.
2)  Handelsbericht  d.  Konsulats  Gotenbura  f.  1910,  S.  I,
No.  356:  „Die  elektrischen  Schmelzöfen  des  Eisenwerks  in  Trollhättan
  liefern  schon  je  5  Tonnen  in  einer  Arbeitsschicht.  Es  besteht ­
  die  Hoffnung,  bei  der  elektrischen  Erzreduktion  V»  der  beim
Hochofenprozeß  nötigen  Kohle  zu  sparen.  Das  erschmolzene  Roheisen ­
  hat  sich  von  erster  Güte  mit  sehr  geringem  Schwefel-  und
Phosphorgehalt  gezeigt.  Bis  Ende  1911  sollen  4  Schmelzöfen  in
Gang  gebracht  werden,  die  mit  12  000  E.  PS  jährlich  30—35  000  To.
Roheisen  herausbringen  können.
            
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