geschäft interessiert ist, d. h. das Bestreben hat, zwischen dem Einkaufsund
Verkaufspreis eine möglichst große Preisspanne als Gewinn für
sich buchen zu können.
Nicht gering sind auch die Gegenbewegungen zwischen Schrottpreis
und den Preisen der in Wettbewerb stehenden
Roheisensorten, dem Halbzeug- und dem Stabeisenpreis usw.
Selbstverständlich wird der Schrottpreis durch die Bewegungen des
Roheisenpreises, namentlich durch die des Stahleisenpreises, in gewissen
Grenzen gehalten‘).
1924 stieg der Stahleisenpreis durchschn. auf 101 RM. und der Schrottpreis auf 66RM.,
1925 sank ” ” ” “” 93 ” » »” u ” ‚64 »
1926 sank “. “ ” ”" 88 ” „ ” 44 58 yo
Der Unterschied zwischen Stahleisenpreis und
Kernschrottpreis war also
1924 durchschnittlich etwa 34 RM.,
1925 » » 29 „4
1926 # „ 85
Was das Verhältnis des Kernschrottpreises zum
Halbzeugpreis (Knüppel) betrifft, so ergibt sich aus der
Abbildung 11?) folgendes:
In der Vorkriegszeit schwankte der Knüppelpreis zwischen
95 und 105 Mark und stand im allgemeinen auf 100 Mark. Der Schrott-Preis
schwankte in den gleichen Jahren zwischen 51 und 61 Mark. In
der Nachkriegszeit zeigte der Kernschrottpreis und der Knüppel-Preis
im Jahre 1924 erhebliche Schwankungen, die für Knüppel zwischen
101 und 130 RM. und für Kernschrott zwischen 50 und 85 RM. lagen.
Die Rreiskurven zeigen eine gewisse Ähnlichkeit des Verlaufs. In den
Jahren 1925 und 1926 wurde der offizielle Knüppelpreis vom Stahlwerksverband
auf 120 bzw. 119 RM. gehalten, bis er im Herbst 1926 auf
112 RM. absank. Die tatsächlichen Verkaufspreise für Knüppel dürften
Schwerlich so unbeweglich geblieben sein wie die offiziellen Preise. Der
Kernschrottpreis fiel von 80 bis auf 46 RM. im Sommer 1926, um dann
bis auf 63,50 RM. zu steigen, und zwar in der Zeit, in der der Knüppel-Preis
sich senkte, Eine bestimmte Preisrelation war zwischen Schrott-Preis
und Knüppelpreis nicht vorhanden.
Das Verhältnis des Kernschrottpreises zum
Stabeisenpreis geht gleichfalls aus der Abbildung 11 und
den Anlagen 15 und 16 hervor. Für die Vo rkriegszeit stehen,
was den Kernschrottpreis betrifft, nur Vierteljahrspreise zur Verfügung.
Daher sind diese zu den vierteljährlichen Durchschnittspreisen für Stab-Sisen
in Vergleich gesetzt worden. Der Stabeisenpreis schwankte in der
Vorkriegszeit etwas stärker, nämlich: zwischen 99 und 124 Mark, als der
Kernschrottpreis. der sich zwischen 51 und 61 Mark bewegte. In der
?) Vgl. Abb. 10 8, 850 u. Anl. 14 S. 3887.
?) Vgl. Abb. 11 S. 852 u. Anl. 15/16 S. 389/90.
23 Enq.-Aussch. IT}. Rohstoffvers. d. deutsch. eisenerzeug. Ind
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