einzelnen Teilbetriebe untereinander, die Ermittelung der Kosten
für das Einzelprodukt.
Das hier folgende Beispiel zeigt die Einkaufskosten eines Hoch
ofenwerkes nebst Unterlagen (Erzlieferungsvertrag und Abrech
nungen) sowie die Kostenanalyse für einen Monat. Im Ori
ginal sind die Betriebskosten und die Gutschriften für Abfälle und
Nebenprodukte im einzelnen gegliedert. Der Einfachheit halber wurde
von der vollständigen Wiedergabe abgesehen. Die Gutschriften
sind im Beispiel von den Gesamtkosten in Abzug gebracht worden;
in anderen Betrieben werden sie vom Einsatz abgerechnet. Ein
satz, Kosten der Umwandlung und allgemeine Unkosten abzüglich
Gutschrift bilden die Herstellungskosten pro Tonne Gußeisen.
Das Hochofenwerk ist Mitglied des Roheisen-Syndikats. All
monatlich wird vom Syndikat ein der Marktlage entsprechender
Abrechnungspreis 1 ) bestimmt (mit Ausnahme des Selbst
verbrauches ist die ganze Erzeugung der ,Verkaufsstelle zur Ver
fügung zu stellen); der Unterschied zwischen dem Grundpreis
(Durchschnittspreis der Verkäufe eines Monats) und dem Abrech
nungspreis wird dem Syndikat gutgeschrieben.
Beispiel für die Berechnung des Grundpreises:
Verkauf-Nr. ... 80 t Eisen; Fakturenpreis: 67,—
-4- Frachtkosten 7,—
-4- Sortenüberpreis 2,—
pro Tonne
300 t:
Durchschnittspreis Mk. 59,65 pro Tonne, Abrechnungspreis Mk. 58,—,
Gutschrift (1,65 X 380) Mk. 627,—.
Das auf S. 350 ff. folgende Schema der Konten möge einen
Einblick in die komplizierte Verrechnungstechnik eines Hütten
betriebes geben.
I. Erzlieferungsvertrag
des am 15. März 1914 zwischen dem Hochofenwerk als
Käufer der Firma S. M. Cook, London, als Verkäuferin auf Grund der vor
herigen Abmachungen getätigten Abschlusses.
1. Quantum: 10 000 Tonnen englische zu 1015 kg.
Gegenstand: Erstklassige Santandererz aus den Carbaceno-Gruben in
Spanien.
Preis: 21 sh 4 1 /e d per englische Tonne zu 1015 Kilo cif. Hochofenwerk.
Lieferzeit: Vom 1. April bis 31. Oktober 1914 in ungefähr gleichmäßiger
2.
3.
4.
Verteilung.
5. Garantie: Basis 60°/o Eisen im Feuchten.
6. Skala: 3 Pence per Prozent Eisen und per Tonne Erz auf und ab 2
*) Vgl. Nicklisch, Kartellbetrieb, Leipzig (Poeschel).
-) Für jede Abweichung von 60°/» Eisengehalt wird eine Vergütung von
3 d per Prozent Eisen gewährt,