Metadata : Die modernen Lösch- und Ladeeinrichtungen und ihre Bedeutung für die Seeschiffahrtsbetriebe

Sechster  Abschnitt

Ergebnis.
Die  angestellten  Untersuchungen  haben  also  gezeigt,  daß  der
ökonomische  Vorteil  der  Löschung  mit  vollkommeneren  Einrichtungen ­
  sich  in  verschiedener  Richtung  äußern  kann.  Eine  Verringerung ­
  der  Kosten  wird  erzielt,  entweder  durch  Zeitabkürzung
trotz  verteuerten  Umschlagsbetriebs  per  Tonne,  durch  Ersparnis
lediglich  an  Umschlagskosten  oder  auch  durch  Ersparnis  an  Zeit
sowohl  wie  an  Kosten.  So  wird  z.  B.  bei  der  Getreidelöschung
durch  Heber  der  Betrieb  an  sich  teurer,  während  die  Zeit  auf
etwa  ein  Zehntel  der  der  früheren  eingeschränkt  worden  ist.  Und
welch  bedeutende  Ersparnis  durch  diese  kürzere  Liegezeit  sowohl  an
Gagen  wie  an  Zinsen  und  Amortisation  für  die  Reedereibetriebe  gemacht ­
  wird,  das  ging  aus  dem  Beispiel  deutlich  hervor.  Nicht  an
Zeit,  wohl  aber  an  Kosten  wird  bei  der  Löschung  von  Kohlen  durch
schwimmende  Greifer  gespart,  denn  die  Umschlagsausgaben  sind,
wie  ich  zeigte,  um  ca.  35,71%  gesunken.  Sowohl  an  Zeit  wie  an
Kosten  sind  Minderaufwendungen  erforderlich  bei  der  Bunkerung
von  Kohlen  durch  Kohlenheber.  Der  Preis  für  das  Bunkern  der
Kohlen  ist  nämlich  um  37,5%  bei  dem  Kohlenheberumschlag  gefallen, ­
  und  die  Zeit  ist  etwa  auf  ein  Drittel  der  früheren  reduziert
worden 1 ).
Keine  Ersparnis  ergibt  sich  nur  für  die  Löschung  von
Massenladungen  bei  Seglern  am  Kai.
Bisher  haben  wir  den  Einfluß  der  vervollkommneten  Löschund
  Ladeeinrichtungen  lediglich  für  die  Reedereien  betrachtet,
ohne  Rücksichtnahme  auf  irgendwelche  andere  Interessenten  am
Seehandel,  wie  z.  B.  auf  die  Ladungsinteressenten.  Durch  die  Art
der  Ladung  werden  oft  Verhältnisse  geschaffen,  die  es  den  Reede-1
 )  Es  ist  dabei  angenommen,  daß  ein  Schiff  mit  Handbetrieb  4  Gänge  ä  12  Tonnen
=  ca.  50  Tonnen  Kohle  per  Stunde  einnimmt,  während  durch  Heberbetrieb  150—200
Tonnen  per  Stunde  gebunkert  werden  können.  Für  obiges  Resultat  ist  eine  150  Tonnen-Stundenleistung
  angenommen.
            
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