länder sind in der Reihe ihrer Bedeutung: Argentinien, Kanada,
Usamerika, Australien und in geringerem Maße auch Vorderindien.
Sie verfügen über einen Vorrat von 150 bis 180 Mill. Tonnen. Die Zu -
schußländer sind: Großbritannien, Deutsches Reich, Italien,
Frankreich, Belgien, Niederlande, Oesterreich, Tschecho-Slowaker,
Schweiz u. a. m. Sie gebrauchen etwa 100 bis 130 Mill. Tonnen
Weizen. Am meisten bedarf Großbritannien des Zuschusses, im
Jahre 30 bis 40 Mill. Tonnen Weizen, Deutschland halb soviel.
Die atlantischen Länder sind die Anbaugebiete der den Europäern
am meisten zusagenden Brotfrüchte. Der Anbau von Zuckerrohr
und Zuckerrübe weist uns in der Hauptsache auf atlantische Länder.
In Kakao sind Europa und Nordamerika fast ganz auf Süd- und
Zentralamerika, Westindien und das afrikanische Guineagebiet ange-
wiesen. Neben den großen westafrikanischen Kakaokulturen ge-
winnen die im Bereiche des Indischen Ozeans an Bedeutung. Auf dem
Rücken der Ozeane werden in der Hauptsache die Agrumen, die
Bananen, die Ananas nach nördlicheren Gebieten verfrachtet. Der
Atlantische Ozean steht hier wiederum obenan, und diese führende
Stellung wird er auch fernerhin behaupten, ganz gleich, ob es sich
um Genuß- und Reizmittel liefernde Pflanzen, wie um Kaffee, Ta-
bak, Vanille, Piment u. a. handelt oder um Nahrungs-, gewerb-
lichen und industriellen Zwecken dienende Pflanzen, wie Olive,
Erdnuß, Oelpalme, Kokospalme, Baumwolle, Sisalhanf, Esparto u,
vr. a. m.
Der Austausch tierischer Produkte ist wohl auf jedem
Ozean entwickelt, nirgends indessen so umfangreich wie auf dem
Atlantischen Ozean. Es sei nur daran erinnert, welche Menge von
Häuten der amerikanische Kontinent dem europäischen liefert,
so besonders an Rindshäuten, die von Buenos Aires, Rio Grande,
Bahia, -Pernambuco, Mexiko ausgeführt werden. Die hauptsäch-
lichsten Wollieferanten sind Australien mit Neu-Seeland, Argenti-
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