fullscreen : Die Arbeiterfrage

Wenn  Ich  auf  den  Waldboden  liege,  Komme
Ich  nicht  zum  Denken,  schlaf  sofort  ein.
(3-)  [T.F.]
Ich  träume  von  einem  besseren  Los.  (4.  t.)
[T.F.]
Vergleiche  den  Wald  mit  der  Arbeitermasse,
die  ebenfalls  den  Wald  vor  lauter  Bäumen
nicht  sieht.  (3.)  [T.  F.]
Ja.  Ich  liege  im  Moos,  und  blicke  empor
zum  reinen  Firmament,  nichts  regt  sich,
nichts  stört  mich,  ein  unendlich  wohliges
Gefühl  durchzieht  die  Brust,  ich  fühle  es,
wie  ich  langsam  wieder  Mensch  werde,  wie
ich  zur  Natur  zurückkehre,  wie  ich  wieder
eins  werde  mit  dem  großen,  unendlichen
All.  „Da  draußen  stets  betrogen,  saust  die
geschäft’ge  Welt“  —  hier  aber  ist  Wahrheit
und  Klarheit,  und  die  Dinge  reden  zu  mir
in  einer  Sprache  wie  nie  ein  Mensch.  (2.)
[T.B.]
Nein.  Dann  denke  ich  an  die  traurigen  Verhältnisse ­
  und  dann  könnte  ich  allemal  weinen. ­
  (4.)  [T.F.]
Nein.  Ich  liebe  wohl  den  Wald,  doch  mag
ich  mich  nicht  allzulange  darin  aufhalten,
da  mich  die  Einsamkeit  melancholisch
stimmt.  (3.)  [T.  F.]

M.

3

20,—

Ja.  Ich  habe  im  Walde  noch  keine  Einsamkeit ­
  kennen  gelernt.  Er  summt,  surrt  und
klingt  daß  man  nur  etwas  Einbildungskraft
gebraucht  um  aus  diesem  Summen  und
Klingen  die  schönsten  Märchen  herauszuhören. ­
  An  die  vielen  Jahrtausende,  in  denen
Lebewesen  die  Erde  bevölkerten.  Oder
wenn  wichtige  Fragen  Partei  und  Gewerkschaft ­
  beschäftigen,  suche  ich  dieselben  für
mich  zu  lösen.  (2.)  [T.  F.]

37

24,-Dann

  fliegen  meine  Gedanken  zurück  zu
der  Armseligkeit  der  Menschen,  die  sich  im
Laufe  ihrer  Entwicklung  selbst  die  Gegensätze ­
  geschaffen  haben,  sich  gegenseitig,  um
des  Geldes  willen  quälen  aufreiben,  wo  einer
dem  andern  das  notwendigste  zum  Leben
vorenthält,  um  seinen  eigenen  Profit  zu
mehren  u.  keiner  dieser  denkt  in  seiner
meist  noch  zur  Schau  getragenen  Christi.
Anschauung,  deren  schönstes  Gesetz  die
Nächstenliebe  sein  soll,  was  er  da  für  Verbrechen ­
  an  der  Menschheit  begeht,  wie  viele
verkommene  und  verkümmerte  Menschenbrüder ­
  seiner  dafür  fluchen  werden,  usw.
(1.)  [T.F.]

37

3

24*

17,—

Ich  denke  und  wünsche  mir,  so  frei  und  unabhängig ­
  zu  sein  wie  diese  Waldwiesen,
die  Vöglein,  die  Bächlein,  Reh  und  Hasen.
(3-t.)  [T.F.]  ‘

371
            
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