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des Oberweserlaufes in Hameln ein. 1 ) Die Aller wurde im acht
zehnten und neunzehnten Jahrhundert bis Celle, die Leine bis
Hannover befahren, die Allerschiffahrt verband in alter Zeit Bremen
mit Braunschweig durch die Oker. 2 ) Auch Celle, der Endpunkt der
Allerschiffahrt in neuerer Zeit, nahm ein Niederlagsrecht in Anspruch 3 ),
Verden besafs Gerechtigkeiten wegen des Holzes. Der Verkehr ging
J ) Jahresberichte der Ges. d. Ver. Weser-Dampfschiffahrt 1842 (1844) bis
1857. Die Hamelner Schleuse ist 1868—1871 mngebaut worden. Sie wurde bis 1866
als das Haupthindernis des Aufschwungs angesehen. S. H. Keller, Weser
und Ems, III. Bd., S. 166; Jahresbericht der Handelskammer in Bremen für
1867, S. 67.
2 ) 1227 Stadtrecht des Hägens zu Braunschweig, ürkundenbuoh der
Stadt Braunschweig, I., S. 2, im Auszug Brem. Urk. B. I, S. 168. Der Schiffs
verkehr bis Braunschweig hat, nach einem mifslungenen Versuch, ihn durch
Aufräumen des Flufsbetts und Beseitigung der neu entstandenen Mühlen wieder
zu heben, im fünfzehnten Jahrhundert aufgehört; s. H. Keller, Weser und
Ems, IV. Bd., 1901, S. 298. Über die Bestrebungen Herzog Julius von Braun
schweig auf Oker und Radau, vgl. auch an anderer Stelle E. Bodemann,
Volkswirtschaft Herzog Julius von Braunsohweig, in der Zeitschrift für deutsche
Kulturgeschichte, N. F., Bd. I, 1872, S. 215. Zum Leineverkehr a. Keller,
IV. Bd. 1901, S. 312, 323; Patjea. a. 0.; H. Guthe, Die Lande Braunschweig
und Hannover, Hannover 1867; u. a. Wichtig waren namentlich die Ver
besserungen bei Neustadt a. R. etc. im achtzehnten Jahrhundert. Mit der
Eisenbahn schlief der Leineverkehr ein. Auf der undeutlichen Wasserscheide
zwischen Elbe und Weser im Drömling, wo bei Hochwasser ein Abfliefsen sowohl
zur Aller wie zur Ohre stattfindet, wollte Friedrich der Grofse zur Entwässerung
des Bruchs durch Schaffung besserer Vorflut gemeinsam mit Hannover und
Braunschweig Abhülfe treffen. Hannover sollte auf der Strecke Oebisfelde—
Gifhorn—Celle die Aller aufräumen und streckenweise ein Kanal neben der
Aller hergestellt werden. Hannover willigte aber nicht ein, so dafs der preufsische
Drömling durch Dämme abgeschlossen werden mufste; heute besteht hier ein
Aller—Ohre—Kanalgraben. Da aber wirksame Abhülfe not wurde, nahm
Hannover verschiedene Bauten in der oberen Aller vor und erreichte bis 1747
die Schiffbarkeit bis Gifhorn, obwohl sich die Arbeiten bald als unzureichend
erwiesen, (s. H. Keller, IV. Bd., S. 233 ff.). Man setzte die Schiffbarmachung
in den nächsten Jahren in der Richtung der alten Kornstrafse auf Fallersleben
[Magdeburg, Helmstedt, Fallersleben, Gifhorn, Celle s. a. H. Guthe, Lande
Braunsohweig und Hannover, 1867, S. 117] fort, und hoffte Fallersleben auch
zu einer Niederlage für Kaufmannsgut von Magdeburg zu machen, auch mit
Quedlinburg und Halberstadt die Verbindung zu verbessern, und schrieb deshalb
1752—1753 auch an die Bremer Kaufmannschaft, um die neue Route, die bis
Stellfelde bereits schiffbar sei, zu empfehlen. (Schiffe von 12 Lasten). (Akten
Coli. Sen. Bremer Handelskammer.) Die Aller- und Leineschiffahrt ist in älterer
Zeit zeitweise anscheinend wichtiger gewesen als die Weserschiffahrt. Ihr kam
zu statten, dafs sie speziell den welfischen Landkomplex aufschlofs.
3 ) C. Cassel, Die Stadt Celle zur Zeit Herzog Ernsts des Bekenners,
Celle 1907, S. 39, Akten Coli. Sen. der Handelskammer in Bremen.