Object: Lexikon der Handelsgeographie

Großbritannien (Urproduktion: Jagd, Fischfang, Bergbau). 
Rinden und Hölzern, welche zu verschie 
denen Zwecken, zum Gerben unb Fär 
ben re., eingeführt werden. Es betrug die 
Einfuhr 1879 (in Millionen Mark) von: 
Farbhölzern 8,7 
Chinarinde 19,4 
Gerbcrrinde 3,2 
Rindenextrakt g’ 7 
D. Zagd. 
@0 (11^ bie 3agb in @. 
betrieben wird, so unbedeutend sind doch 
Wie groß die Mengen von Wild sind, 
welche vom Ausland importiert werden, 
wurde schon oben bemerkt. Weit wichtiger 
% ober ber #tbcl mit ; Bonbon 
$ Stapelplatz der großen amerikanischen 
Pelzwerkgesellschaften. Die Hudsonsbai 
gesellschaft importierte 1875: 
Bisam . . .604000 
AnierikamZobel 62000 
Kaninchen . . 49000 
Biber. . . .loi000 
àzc. . . .63000 
Luchse und wilde 
Katzen. . . 16000 
SWs... 2400 
Fuchse, weiße . 4000 
Füchse, rote . . 7700 
Kittfüchse . . . 2700 
Wölfe .... 1600 
Seehunde. . . 5200 
Fischottern . . 2200 
Bären .... 5900 
Ottern.... 9900 
Waschbären . . 1600 
- Dachse.... 2000 
®od) auch ans andern Gegenden werden 
Massen von Pelzwcrk zugeführt. 
Der Wert der Londoner Nauchwarenim- 
horte betrug 1878 über 15,sMill. Mk., 
dazu konnirt noch der nicht inbegriffene 
Wert des Elfenbeins (8 Mill. Mk.), der 
Zähne und des Thrans von Seekühen und 
Walrossen; ferner der großartige Handel 
mit Federn, 1879 importierte man für 
22,9 Mill. Mk. Schmuckfedern (vornehm 
lich aus Südafrika Straußenfedern) und 
für l,6Mill.Mk. Bettfedern. Die Ausfuhr 
ist aber auch nicht unansehnlich; so gin- 
geil 1879Schmuckfedern für 9,8 Mill. Mk. 
Und Pelzfclle für nahe an 4 Mill. Mk., 
letztere nameiltlich nach Deutschland, er 
stere nach Frankreich und Nordamerika. 
E. Fischfang. 
Die Großfischerci war in frühern Zei 
len eine eifrig verfolgte und sehr gewinn 
bringende Beschäftigung; aber der Wal 
fang hat jetzt seine Bedeutung fast gänz 
lich verloren, und die Industrie, welche 
wner Produkte bedarf, ist fast ausschließ 
lich auf den Import fremdländischer Pro- 
223 
SpaSSS 
Aber die Binnengewässer und die benach 
barten Meere liefern beträchtliche Men 
gen nicht allein für den Tisch der Bewoh 
ner, sondern auch für die Ausfuhr. Der 
Export von einheimischen Fischereiproduk 
ten umfaßt namentlich Lachs, Stockfisch, 
Hermge, Strömlinge und Austern. Der 
stärkste Heringssang kommt bei den schot 
tischen Orkney - und Shetlandinseln vor 
nnd der größte Teil dieser Erträge geht 
nach Deutschland. Es wurden von Herin 
gen ausgeführt (in Millionen Mark): 
1878: 18,6 (davon »ach Deutschland 14,9) 
1879: 21,2 ( . - i6,7) 
Bang in %WerW aMn mürbe 
1877 von 1596 Booten ausgeführt und 
hatte den Wert von 9,3 Mill. Mk., davon 
S)eutf#nb für 8,6 3m. 
Ml- An Austern, die in Essex und Keilt 
gezüchtet werden, wurden in den lesiteli 
bciben garren für ca. 960,000 ÜRf. inS 
Ausland versandt. Das jährliche Erträg- 
ÏÂSKSiriSiï 
PBSSffife 
a.merlka, ferner an gepökelten, gesalzenen, 
eingemachten Fischen 283,968 Ctr. ans 
Kanada, 178,534 Ctr. aus den Bereinig 
ten Staaten, 145,000 Ctr. ans Norwegen. 
101,742Gk. aus Frankreich re. DerWert 
der Ausfuhr von Fischen betrug 1879: 
34,533,780 Mk., davon 28,343,100 Mk. 
Produkt der britischen Fischereien, und 
F» Bergbau. 
3« England, Wales und Schottland 
beschäftigte der Bergbau nach der Anf- 
nahnle von 1873: 428,000 Köpfe. Edle 
Metalle sind zwar nur in ganz geringen 
Mengen gefunden worden, dafür geben 
aber die Kupfer-, Zinn-, Blei-' und 
Eiscngruben und mehr als alle die Stein- 
kohlengruben vollen Ersatz.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.