Object: Probleme der Wirtschaftsgeschichte

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mit bes. Rücksicht auf die Stadtwirtschast des deutschen Mittelalters Q 
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sich bis auf die feinsten Einzelheiten durchgebildet, wen §.§ dliothsk F 
mit manchen lokalen Besonderheiten, in allen mittelalten .it 
Städten.“ x 
In Konsequenz seiner These, daß das wirtschaftliche Lebkeéhke. 
von dem Prinzip des direkten Austausches beherrscht gewejen 
sei, behauptet Bücher zunächst hinsichtlich des Kleinhandels, 
daß der in der Stadt ansässige Kleinhändler nur des Armen 
wegen vorhanden war. „Alle wohlhabenden Leute in den 
Städten pflegten auf den Wochen- und Jahrmärkten direkt ihren 
Bedarf von den fremden Marktleuten zu kaufen“ (S. 98). Ganz 
gewiß ist es richtig, daß die Märkte im Mittelalter in unvergleich- 
lich höherem Grade als heute die Funktion hatten, die Konsu- 
menten der Stadt unmittelbar mit Produkten von auswärts zu 
versehen. Allein sie ergänzen doch nur den städtischen Klein- 
handel, erseßzen ihn für keine Klasse. Wählen wir als Beispiel 
eine der ältesten hierher gehörigen Nachrichten, den Satz des 
Freiburger Stadtrechts aus dem 12. Jahrhundert?), welcher 
das Recht der Metzger, Vieh zu kaufen, für die Zeit um Martini 
einer Einschränkung unterwirft, damit die Bürger, welche sich 
für den Winter mit Fleisch versehen wollen, unter möglichst 
günstigen Bedingungen einkaufen können. Wir wollen die 
Frage nicht erörtern, ob die Bürger, welche um Martini Vieh 
kauften, wirklich nur zu den wohlhabenden gehören, oder ob nicht 
auch die Bürger mittleren Vermögens und sogar Arme sich ein 
Schwein erstehen. Geben wir zu, daß bloß die erste Klassse in 
Betracht kommt. Trotzdem würde nicht daran zu denken sein, 
daß der Reiche durch eigenen Einkauf von Vieh sich vom Metzger 
ganz unabhängig machen will: gerade der gut situierte Bürger 
von Abschließen und Freiheit, ist ein durchgreifender Zug früherer 
Verkehrs- und Gewerbepolitik: die Stimme des Augenblicks hatte 
meist allein Geltung. . .. In reinen Zunftstädten, wie Basel, war 
man konsequenter." S. 315: „Aus dieser ganzen Politik haben wir 
ersehen können, wie schwankend im ganzen das Verhalten des Stadt- 
rats war." Vgl. hierzu auch G. Adler, Die Fleischteuerungspolitik 
der deutschen Städte beim Ausgange des Mittelalters S. 18 ff. 
E . S; vorhin S. 204 Anm. 2. Vgl. dazu Territorium und Stadt
	        
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