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von wesentlichem Einfluß sein können, haben wir an zahlreichen
Fällen gesehen. Es liegt jedoch kein Grund vor, im Sinne von
K. Marx von einem der kapitalistischen Produktionsweise eigen-
tümlichen Bevölkerungsgesetz zu sprechen. Jedenfalls nicht in dem
Sinne, daß „eine Übervölkerung von Arbeitern ein notwendiges
Produkt der Akkumulation oder der Entwicklung des Reichtums auf
kapitalistischer Grundlage ist“. Mit mehr Recht wird man sagen
können, daß die kapitalistische Produktionsweise mit Hilfe der starken
Triebkräfte, die sie durch die Kapitalakkumulation und durch die
Entfaltung bis dahin nicht gekannter Wirtschaftsenergien in den
Dienst des technischen und wirtschaftlichen Fortschritts stellen
konnte, das Volkswachstum und die Besserung der Lebenshaltung
der Arbeiter erst in dem Maße ermöglicht hat, in dem es die letzten
Menschenalter erlebt haben. In diesem Sinne wird man, wenn man
so will, von einem der kapitalistischen Produktionsweise eigentüm-
lichen Bevölkerungsgesetz sprechen können, ein Bevölkerungsgesetz,
dessen Wesen dann darin liegt, daß hierdurch die Voraussetzungen
geschaffen worden sind, den Nahrungsspielraum so viel stärker aus-
zuweiten, als es dem Wachstum der Bevölkerung in dieser Zeit
entsprach. Daß es sich dabei auch um die ‚engsten Wechsel-
wirkungen gehandelt hat, ist bereits dargelegt worden, Wenn auch
von der gesellschaftlichen Seite her starke Einwirkungen, sowohl auf
die Entwicklung des Nahrungsspielraumes als auch auf die Stärke
des Volkswachstums ausgehen können, so handelt es sich doch bei
den Zusammenhängen zwischen Bevölkerung und Wirtschaft letzten
Endes um ein ökonomisches, nicht um ein gesellschaftliches Problem.
Die Hemmnisse, welche die Natur, vor allem in dem Gesetz
vom sinkenden Bodenertrag — aber auch ganz allgemein bei der
Ausnutzung ihrer Gaben — der Arbeit des Menschen entgegen-
stellen, sind ganz unabhängig von jeder, gleichviel wie gearteten
gesellschaftlichen Ordnung. Das Problem besteht nur darin, ob die
oder jene gesellschaftliche Verfassung der Wirtschaft die Voraus-
setzungen und Kräfte erfolgreicher entwickeln kann, um diese Wider-
stände der Natur immer wieder zurückzudrängen. In dieser Tat-
sache, daß der Mensch für seinen Unterhalt auf die Gaben der
Natur angewiesen ist, daß alle Produktion letzten Endes nichts
anderes ist, als ein Kampf mit der Natur, um ihr mehr abzunehmen
als sie freiwillig an Gaben bietet, liegt das Wesen der Produktion
selbst begündet, die ja auch zunächst nur einen rein technischen
Vorgang darstellt. In dieser Tatsache liegt der durchaus berechtigte
aaturalistische Kern des Bevölkerungsproblems; nur daß es