Metadata: Die Aufgaben der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft

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Programme vereidigen ließen. Nach der Richtung hin, ist 
also gar nichts gewonnen; verloren aber viel, weil durch 
die scheinbar unlösbare Verbindung der Wissenschaft und 
der Politik die Autorität der Wissenschaft außerordentlich 
gelitten hat zu ihrem eigenen Schaden und zum Schaden 
der Politik selbst. 
Für die „wissenschaftlichen Politiker“, sagen wir einmal — „extrem 
ster Richtung“, leistet natürlich die Nationalökonomie auch heute noch 
nicht genug in der politischen Rezeptierkunst. So verkündet Dr. G. Ruh- 
LAND: „Die sozialen Mißstände sind längst chronisch geworden. Die 
unheilvollen volkswirtschaftlichen Verschiebungen schreiten unaufhaltsam 
weiter. Das ist die naturgemäße Folge einer überwiegend historischen 
unpraktischen Richtung in der Nationalökonomie ....“ Vgl. Privat 
beleidigungsprozeß Ruhland contra Biermer, 1909 S. 36. 
Fast möchte ich sagen, mit erschreckender Deutlich 
keit zeigt ein erheblicher Teil unserer heutigen wirtschafts 
politischen und sozialpolitischen Literatur, nicht selten auch 
da, wo sie in wissenschaftlichem Gewände auftritt, wie nach 
teilig eine enge Verknüpfung der Wissenschaft mit der 
Politik die wissenschaftliche Arbeit beeinflußt. 
Auch hier liegt es mir wieder aus persönlichen und 
sachlichen Gründen nahe, auf die Art und Weise hinzu 
weisen, wie die Boden- und Wohnungsfrage in unserer 
Literatur behandelt wurde. 
Für einen großen Teil der sehr zahlreichen Abhand 
lungen und Schriften zu dieser Frage paßt ein überaus 
charakteristisches Selbstbekenntnis, dasMANGOLDT in seinen 
umfangreichen Werke: „Die städtische Bodenfrage, eine 
Untersuchung über Tatsachen, Ursachen und Abhilfe“ 
(1907) niedergelegt hat: „Indeß wollen wir frei ge 
stehen, daß wir getreu unserer Rolle hier mehr 
Staatsanwalt als Richter zu sein, auf die Samm 
lung und Darstellung der entl astenden Momente
	        
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